Donnerstag, 15. März 2007

Grandioser Auftakt zu den Playoffs: Bullen feiern gegen Capitals einen 9:3-Kantersieg!

  • VSV stark: Titelverteidiger feiert 7:4-Sieg vs. Linz
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Die Red Bulls Salzburg haben zum Playoff-Auftakt der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) ihre Titel-Anwartschaft untermauert und in der ersten Semifinal-Partie gegen die Vienna Capitals vor eigenem Publikum einen beeindruckenden 9:3-Kantersieg gefeiert. Die Wiener, die den Mozartstädtern im Grunddurchgang die einzige Heimniederlage zugefügt hatten, stehen damit im zweiten Spiel der "best of five"-Serie am Sonntag (18:00 Uhr) in Wien bereits gehörig unter Druck. Nicht weniger erfolgrach war Titelverteidiger Villach: Gegen Linz hagelte es einen 7:4-Sieg.

Für lange Gesichter sorgte in Salzburg einzig und allein die Kulisse, nur 2.700 Besucher hatten den Weg in die Volksgarten-Eisarena gefunden. Die Hausherren brannten in den ersten zehn Minuten gleich ein Feuerwerk ab, gingen durch Banham (4.) und Kapitän Kalt (8.) schnell 2:0 in Führung. Capitals-Goalie Fankhouser, der am Dienstag in Jesenice, wo sich die Wiener ihr Playoff-Ticket in letzter Sekunde mit einem Shootout-Sieg gesichert hatten, zum Mann des Spiels avanciert war, sah beim 0:1 alles andere als gut aus.

Dann kamen die Wiener besser ins Spiel. Setzinger (11.) verkürzte im Powerplay. Zwei Sekunden vor Schluss des ersten Drittels sorgte Salzburg-Routinier Ulrich (20.) in Überzahl mit dem 3:1 allerdings für eine Art Vorentscheidung, der Andre Lakos (27.) im Mittelabschnitt, ebenfalls im Powerplay, mit einem Schuss von der blauen Linie genau ins Kreuzeck das 4:1 folgen ließ. Spätestens mit dem 5:1 stellte Banham (30.), der kurz zuvor (28.) einen Penalty vergeben hatte, die Salzburger Weichen dann endgültig auf Sieg.

"Caps"-Verteidiger Robert Lukas, der den Penalty-Krimi in Jesenice mit dem "last minute"-Ausgleich zum 1:1 erst ermöglicht hatte, gelang zwar postwendend (30.) das 2:5, wobei den Wienern wie schon beim ersten Treffer fünf Sekunden im Überzahlspiel genügten. Im Schlussdrittel sorgten Koch (44.) und "man of the match" Banham (49./PP,51.) aber schnell wieder für klare Verhältnisse. Craig (55.) gelang noch ein Treffer für die Gäste, ehe Banham (58./PP) mit seinem fünften (!) Tor des Abends den Endstand herstellte.

VSV eröffnete Halbfinal-Serie mit 7:4-Sieg
Titelverteidiger Villacher SV hat in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) mit einem klaren 7:4 (3:1,2:2,2:1)-Sieg über die Black Wings aus Linz Kurs auf die Final-Serie genommen. Die Kärntner wurden vor 4.000 Zuschauern auf eigenem Eis im ersten Spiel der best-of-five-Halbfinal-Serie ihrer Favoritenrolle gerecht, die Linzer haben nun am Sonntag (18:00) die Chance auf den Ausgleich.

Die Villacher machten gleich von Beginn an klar, dass sie sich vor eigenem Publikum keine Blöße geben möchten. Mit Treffern von Scoville (5./PP) und Peintner (8.) gingen die Kärntner auch rasch mit 2:0 in Führung und nach dem 4:1-Treffer durch Gauthier in der 21. Minute zweifelte auch niemand mehr am Sieg der Hausherren.

Doch die Gäste steckten nicht auf, während die Kärntner doch ein wenig das Tempo herausnahmen. Die Linzer kamen wieder auf und verkürzten noch einmal von 2:5 auf 3:5, doch ein Power-Play-Doppelschlag durch Brown und Herbert Hohenberger in der 47. und 48. Minute zum 7:3 ließ auch die letzten Zweifler verstummen.

"Wir haben sehr gut begonnen, aber sie sind immer wieder gekommen. Letztlich war es aber keine Gefahr, dass wir das Spiel verlieren könnten", so Herbert Hohenberger nach dem insgesamt sechsten Sieg im neunten Duell mit den Oberösterreichern. Fünf der sieben Treffer des VSV bzw. drei der vier Tore der Black Wings wurden übrigens in Überzahl-Spiel erzielt.

Linz-Coach Chris Valentine sah einen Hauptgrund für die Niederlage in der Schiedsrichterleistung von Dremelj und Co. "Wer ein bisschen etwas von Eishockey versteht, wird mir da Recht geben", so Valentine.

(apa/red)

15.3.2007 23:37