Sonntag, 11. März 2007

Beckenbauer will Großeinkauf der Bayern:
"Kaiser" fordert offensivere Transferpolitik

  • Kritik an Magath - Rummenigge will Hitzfeld halten
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Nach Jahren der Zurückhaltung beim FC Bayern München hat Präsident Franz Beckenbauer eine offensivere Transferpolitik gefordert. "Was wir jetzt brauchen, sind richtige Persönlichkeiten, richtige Stars", sagte Beckenbauer der "Bild am Sonntag" in einem Interview. "Wir brauchen wieder eine schlagkräftige Mannschaft."

Verhaltene Kritik übte Beckenbauer an der Transferpolitik des Meisters in den vergangenen Jahren. "Wir waren in der Vergangenheit vielleicht zu zögerlich bei Transfers." Als Beispiel nannte er den argentinischen Star Juan Roman Riquelme, den er - anders als der mittlerweile entlassene Trainer Felix Magath - gerne beim FC Bayern gesehen hätte. "Aber Felix wollte ihn nicht."

Im Fall des niederländischen Stürmers Ruud van Nistelrooy sei der FC Bayern ebenfalls zu zögerlich gewesen, erklärte Beckenbauer. "Der könnte jetzt bei uns spielen. Aber wir wollen ihn noch günstiger und noch günstiger - und jetzt spielt er woanders."

Mit Magaths Führungsstil ging Beckenbauer fünf Wochen nach dessen Rauswurf hart ins Gericht. "Es hat sich gezeigt, dass Magath zu stur war", sagte Beckenbauer. "Er scheut die Kommunikation, spricht nicht genug mit den Spielern." Deshalb sei die Leistungssteigerung von Nationalstürmer Lukas Podolski unter Ottmar Hitzfeld alles andere als ein Zufall.

Mit dem derzeit erfolgreichen Interimscoach wollen die Bayern auch in Zukunft zusammenarbeiten, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge betonte. "Wir hoffen alle, dass wir eine Zukunft mit Ottmar hinbekommen. Wir haben im Vorstand beschlossen, dass wir mit keinem anderen Trainer sprechen, bevor Ottmar sich nicht entschieden hat", sagte Rummenigge. "Wenn Ottmar heute zur Tür rein kommt und sagt, er will bleiben, dann hat er fünf Minuten später seinen Vertrag."

(apa/red)

11.3.2007 11:49