10 Jahre Haft für Hooligans: Italiens Senat billigt deutlich strenges Anti-Gewalt-Gesetz
- Erhöhung des Sicherheitsstandards finanzieren Klubs
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Der italienische Senat hat das Gesetz mit den von der Regierung ausgearbeiteten Maßnahmen zur Bekämpfung der Gewalt im Fußball verabschiedet. Die Senatoren einigten sich auf eine Verschärfung der Strafen, die in dem vor vier Wochen verabschiedeten Paket der Regierung enthalten sind. Demnach drohen Ultras bis zu zehn Jahren Haft, wenn sie einen Polizisten verletzen.
Bei schweren Verletzungen kann die Haftstrafe sogar auf 18 Jahre steigen. Wer Spruchbänder mit rassistischem Inhalt in Stadien ausrollt, muss mit Strafen bis zu fünf Jahren Gefängnis rechnen.
Die Regierung hatte Haftstrafen von nur drei Jahren vorgesehen. Sollten sich die Ultras weigern, die Spruchbänder zu entfernen, wird ein solches Verhalten als Widerstand gegen die Polizei gewertet. Das Maßnahmen-Paket für die Sicherheit in den Stadien muss nun auch die Abgeordnetenkammer in den kommenden Tagen verabschieden.
Das Anti-Gewalt-Paket sieht vor, dass Ultras bis zu 48 Stunden nach den Krawallen festgenommen und sofort vor Gericht gebracht werden können. Jeder einzelne Fan wird künftig nur noch vier statt bisher maximal zehn Eintrittskarten kaufen können.
Die Ausgaben für die Erhöhung der von der Regierung geforderten Sicherheitsstandards, müssen von den Klubs und nicht von den Gemeinden übernommen werden. Die Vereine sind künftig außerdem dazu verpflichtet, den Polizeichefs ihrer Stadt die Liste ihrer für die Sicherheit zuständigen Mitarbeiter zu melden.
(apa)
