Trapattoni warnt vor Überheblichkeit: 16- Punkte-Vorsprung "gefährliche Situation"
- "Motivationsprobleme darf es für Profis nicht geben"
- "Theater Champions League" Salzburgs Hauptziel
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Der Trainer des überlegenen Tabellenführers der T-Mobile Bundesliga Red Bull Salzburg, Giovanni Trapattoni, hat angesichts des 16-Punkte-Vorsprungs auf den Zweitplatzierten vor Überheblichkeit gewarnt. "Das ist eine gefährliche Situation, weil alle denken, dass Red Bull immer gewinnt", betonte der Italiener in Salzburg. Das Hauptaugenmerk legt der 67-jährige Startrainer schon jetzt auf das große Ziel - die Qualifikation für die Champions League.
Dass die Mannschaft seine Philosophie immer mehr verinnerlicht, hat für den "Meister" das Spiel in Pasching gezeigt. "Wir haben mit Ordnung und guter Mentalität ein Spiel gewonnen, dass wir auch verlieren hätten können", erklärte Trapattoni und führte weiter aus, dass "die Mannschaft es immer besser versteht, sich auf wechselnde Spielsituationen einzustellen". Diese Situationen waren gegen Pasching vor allem der tiefe Boden und der kampfstark auftretende Gegner gewesen - darauf habe sein Team "gut reagiert und die Situation gut interpretiert". Darauf sei schon in der Saisonvorbereitung speziell hingearbeitet worden.
Im Hinblick auf die kommenden Meisterschaftsspiele sei es vor allem wichtig, dass seine Mannschaft die taktischen Vorgaben einhält, ein möglicher Rekordvorsprung sollte dabei "eher sekundär" sein. Da der Meistertitel den Salzburgern ja ohnehin nicht mehr nehmen zu scheint.
Die Champions League ist auch für den Trainer das Thema Nummer 1. "Unser Ziel muss auf das große Theater Champions League ausgerichtet sein. Wieso sollten wir davon nur träumen, wir können sie erreichen, weil wir die Qualität dazu haben", meinte der Salzburg-Trainer in Hinblick auf die Qualifikation für die Königsliga.
Die Reaktion auf sich verändernde Spielsituationen und die Mentalität sind für Trapattoni auch der Schlüssel um im Theater der Großen bestehen zu können. Als Beispiel führte er die drei englischen Teams, Chelsea, Manchester United und Liverpool an, mit diesen Tugenden das Viertelfinale erreicht hatten.
Ob er Angst davor habe, dass einige seiner Spieler ob des komfortablen Vorsprungs in der Meisterschaft Motivationsprobleme bekommen könnten, antwortete der Italiener, "dass es Motivationsprobleme für einen Profi nicht geben darf, der muss für Fußball leben und Respekt vor jedem Gegner haben. Eine etwaige Überheblichkeit würde sich für seine Mannschaft spätestens in den Qualifikationsspielen zur Champions League rächen, merkte Trapattoni an. (apa/red)
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