Sieben Verhaftungen nach Skandal-Derby: Polizei setzt auf Analyse des Video-Materials
- 13 Täter ausgeforscht, weitere werden einvernommen
- Suche nach Bengalen-Werfer gegen Payer schwierig
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Nach den Ausschreitungen beim 280. Wiener Fußball-Derby zwischen Austria und Rapid (2:1) sind nach neuerlichem Video-Studium der Polizei schon 13 Täter ausgeforscht worden. Sieben Personen wurden mittlerweile verhaftet. "Die Polizei, Austria und Rapid arbeiten weiter mit Nachdruck an der Identifizierung weiterer Personen, bis zu 15 werden demnächst einvernommen", hieß es auf der Austria-Homepage.
Unter den 13 Personen, die neben der Stadionordnung auch gegen das Strafrecht verstoßen haben, sind zwölf Österreicher und ein Deutscher zu finden. Die Suche nach jenem Austria-Fan, der Rapid-Goalie Helge Payer in der ersten Hälfte mit einem bengalischen Feuer beworfen hatte, gestaltet sich jedoch schwierig. Auf Grund der starken Rauchentwicklung zum "Tatzeitpunkt" haben die Videobilder bisher keine brauchbaren Hinweise liefern können.
Der Senat 1 der österreichischen Bundesliga wird sich mit den Vorfällen befassen. Neben dem "Feuerwurf" hatten sich Rapid-Anhänger auf der Gästetribüne heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Die Fans hatten zuerst Fahnen, dann auch Bänke des Gästesektors in Richtung der Beamten geworfen, worauf die Polizisten in den Sektor gestürmt waren.
Ein Beamter der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) hat dabei laut einer Polizeisprecherin einen Nasenbeinbruch erlitten, nachdem ihn Gewalttäter mit Fußtritten attackiert hatten. Nach der Pause war es dann zu weiteren Ausschreitungen der Rapid-Fans gekommen. Nach dem Spiel waren Anhänger beider Teams am Verteilerkreis aufeinander getroffen und hatten unter anderem Leuchtkörper auf die jeweils andere Gruppe geschossen.
(apa/red)
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