Österreichischer Doppelerfolg in Kvitfjell: Grugger gewinnt den Super G vor Scheiber!
- Tolles Teamergebnis: Walchhofer & Maier in Top 5
- Raich und Svindal out: Keine Änderung im Weltcup

·Cuche gewinnt die Abfahrts-Kristallkugel
Wetter-Chaos in Kvitfjell: 4. Walchhofer, 21. Raich
·Kvitfjell: Triumph für Raich in Super-Kombi!
Klarer Sieg für ÖSV-Star,
Svindal holt Kombi-Kugel
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Hans Grugger und Didier Cuche durften sich mit Recht als die großen Gewinner des Super G der Herren in Kvitfjell sehen. Der Salzburger, weil er seinen vierten Weltcupsieg feierte, den ersten nach der am 29. Dezember 2005 in Bormio zugezogenen Hüftluxation, der Schweizer, weil er mit dem dritten Tagesrang (+0,91 Sek.) hinter Mario Scheiber (0,72) in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz hinter Benjamin Raich und vor Aksel Lund Svindal vorrückte.
Der in Führung liegende Pitztaler hat unverändert 1.055 Punkte auf dem Konto und der norwegische Doppel-Weltmeister Svindal wie gehabt 103 Zähler weniger, denn beide marschierten im Gleichschritt durch den Super-G und schieden nach zirka 54 Fahrsekunden beim selben Tor an einer Kuppe aus.
Cuche nützte seine Chance, schob sich im Gesamtweltcup zwischen das Duo (92 Zähler hinter Raich) und machte seine am Vortag nach dem Triumph in der Abfahrt und dem Kugelgewinn geäußerte Ansage wahr, dass er bis zum letzten Rennen nicht aufgeben wird. "Das fühlt sich gut an, schauen wir mal, wie es weitergeht", sagte der neue Gesamtzweite.
Raich und Svindal im Abseits
Raich konnte nach dem ersten Schreck über seinen Ausfall nach dem Missgeschick von Kontrahent Svindal durchatmen: "Das war gut für mich, dass der Svindal denselben Fehler gemacht hat. Mein Ausfall ist natürlich enttäuschend, ich habe schon bei der Besichtigung gemerkt, dass das Tor ein Problem werden könnte, aber ich habe es dann unterschätzt. Es bleibt spannend. Und ich habe ja immer gesagt, den Cuche darf man nicht vergessen, der hat in Lenzerheide gute Möglichkeiten."
Beim Saison-Kehraus in Lenzerheide stehen noch vier Einzelrennen auf dem Programm, der Dreikampf um das Große Kristall wird zum finalen Showdown.
Grugger überrascht von exzellenter Leistung
Bei anders als in der Abfahrt sehr guten Sicht- und Pistenverhältnissen stellte der mit Startnummer fünf ins Rennen gegangene 25-jährige Salzburger Grugger eine Bestzeit auf, an der alle Konkurrenten zerbrachen. "So ein Vorsprung, da muss ich eine super Fahrt erwischt haben. Das kommt jetzt auch für mich ein bisschen überraschend. Ich habe nicht mehr damit gerechnet, heuer noch zu gewinnen. Das gibt mir Extramotivation nach dieser Saison", sagte Grugger, der eher in der Abfahrt mit einem Spitzenrang gerechnet hätte.
Mehr als glücklich war auch Scheiber, der von einem "durchaus fairem Rennen" sprach. "Mein Rückstand ist zwar schon groß, aber Platz zwei ist ein tolles Ergebnis." Mit Michael Walchhofer wie in der Abfahrt auf Platz vier (0,94) und Hermann Maier auf fünf (0,95) kamen vier Österreicher in die Top Fünf, die ÖSV-Herren sorgten nicht nur für das beste Saisonergebnis in dieser Disziplin, sondern auch den ersten Sieg seit 29. Jänner 2006 in Garmisch-Partenkirchen, als Christoph Gruber erfolgreich war. Für das Herren-Team war es der elfte Saisonerfolg in 32 Rennen.
Fünf Läufer kämpfen um die kleine Kristallkugel
Im Super-G-Weltcup liegt der US-Amerikaner Bode Miller (Tagessiebenter) mit 254 Zählern vor John Kucera (CAN/178), Scheiber (170), Cuche (168) und Maier (155), diese Fünf haben noch theoretische Chancen auf die kleine Kristallkugel. Ein Rennen beim Finale kommende Woche in Lenzerheide steht noch aus.
Und es wird hoffentlich nicht der letzte Super G im Weltcup gewesen sein, spielt sich der Internationale Skiverband doch mit dem Gedanken, diese Disziplin aus dem Programm zu nehmen und nur noch im Rahmen der Super-Kombination durchzuführen.
Mister Super-G Hermann Maier (23 Weltcup-Siege) spricht von einem "Wahnsinn, wenn sie den Super G echt streichen. Das hat man wieder gesehen, was das für eine tolle Disziplin ist, was Besserers gibt es nicht." Zu Platz fünf meinte der Flachauer: "Ein gutes Rennen mit Ausnahme des Mittelteils. Aber ein bisschen mehr wollte ich schon."
| Super G der Herren in Kvitfjell: | ||||
| 1. | Hans Grugger | AUT | 1:29,57 Min. | |
| 2. | Mario Scheiber | AUT | 1:30,29 | +0,72 Sek. |
| 3. | Didier Cuche | SUI | 1:30,48 | +0,91 |
| 4. | Michael Walchhofer | AUT | 1:30,51 | +0,94 |
| 5. | Hermann Maier | AUT | 1:30,52 | +0,95 |
| 6. | Bruno Kernen | SUI | 1:30,53 | +0,96 |
| 7. | Bode Miller | USA | 1:30,55 | +0,98 |
| . | Marco Büchel | LIE | 1:30,55 | +0,98 |
| 9. | Fritz Strobl | AUT | 1:30,57 | +1,00 |
| 10. | Hannes Reichelt | AUT | 1:30,62 | +1,05 |
| 11. | Francois Bourque | CAN | 1:30,73 | +1,16 |
| 12. | Stephan Keppler | GER | 1:30,77 | +1,20 |
| 13. | Didier Defago | SUI | 1:30,78 | +1,21 |
| 14. | Patrik Järbyn | SWE | 1:30,79 | +1,22 |
| 15. | John Kucera | CAN | 1:30,87 | +1,30 |
| 16. | Georg Streitberger | AUT | 1:30,94 | +1,37 |
| 17. | Scott Macartney | USA | 1:31,20 | +1,63 |
| 18. | Christoph Gruber | AUT | 1:31,37 | +1,80 |
| 19. | Werner Heel | ITA | 1:31,38 | +1,81 |
| 20. | Jan Hudec | CAN | 1:31,39 | +1,82 |
| . | Matthias Lanzinger | AUT | 1:31,39 | +1,82 |
| 22. | Walter Girardi | ITA | 1:31,41 | +1,84 |
| 23. | Pierre-Emmanuel Dalcin | FRA | 1:31,42 | +1,85 |
| 24. | Hans Olsson | SWE | 1:31,49 | +1,92 |
| . | Massimiliano Blardone | ITA | 1:31,49 | +1,92 |
| . | Steven Nyman | USA | 1:31,49 | +1,92 |
| 27. | Christof Innerhofer | ITA | 1:31,50 | +1,93 |
| 28. | Andrej Sporn | SLO | 1:31,57 | +2,00 |
| . | Peter Fill | ITA | 1:31,57 | +2,00 |
| 30. | Antoine Deneriaz | FRA | 1:31,67 | +2,10 |
| weiter: | ||||
| 33. | Christoph Alster | AUT | 1:31,93 | +2,36 |
Ausgeschieden u.a.:
Benjamin Raich (AUT), Aksel Lund Svindal (NOR), Ambrosi Hoffmann, Silvan Zurbriggen (beide SUI), Erik Guay (CAN)
(apa/red)
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