Sonntag, 11. März 2007

Nur ein Malysz in Überform fliegt Kofler
davon: Guter zweiter Platz für den Adler

  • Lahti: Pole Favorit auf Sieg beim Nordic Tournament
  • Schlierenzauer, Morgenstern und Jacobsen verweht

Adam Malysz hat seine aktuelle Topform beim Skispringen in Lahti in seinen bereits vierten Saisonsieg bzw. den insgesamt 33. Weltcup-Erfolg umgemünzt. Der Pole, zuletzt Normalschanzen-Weltmeister in Sapporo, segelte auf 125 und 128 m und gewann vor dem Österreicher Andreas Kofler und dem Deutschen Martin Schmitt. Letzterer kehrte erstmals nach fünf Jahren auf das Siegespodest zurück.

Malysz profitierte u.a. auch davon, dass Weltcupleader Anders Jacobsen (NOR), der bisher zweitplatzierte Gregor Schlierenzauer sowie Thomas Morgenstern im ersten Durchgang "Opfer" von stark wechselnden Windbedingungen wurden. "Der erste Durchgang war brutal. Es war wie beim Roulette, du konntest nur auf rot oder schwarz setzen. Wenn du es nicht richtig erwischt, bist du ganz weg", erklärte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner.

Besonders bitter war es freilich auch im Hinblick auf das "Nordic tournament", die skandinavische Version der Vierschanzen-Tournee. Titelverteidiger Morgenstern ist damit bereits aus dem Rennen.

Malysz, der voll punkten konnte, überholte in der Weltcup-Gesamtwertung Schlierenzauer (39.) und ist Gesamtzweiter, exakt 134 Punkte hinter Leader Anders Jacobsen.

Für die Österreicher gab es trotzdem eine gute Wochenend-Bilanz. Nach dem Sieg im Teamspringen schaffte Kofler mit Rang zwei noch einen Podestplatz. "Er hat schon am Samstag mit dem 133-m-Sprung gezeigt, dass er wieder in Form gekommen ist", so Pointner. In die Top Ten zurückgekehrt ist Martin Höllwarth, der als zweitbester ÖSV-Adler Siebenter wurde.

Endklassement Springen in Lahti:
1.Adam MalyszPOL265,8 (125,0/128,0)
2.Andreas KoflerAUT258,3 (124,0/121,5)
3.Martin SchmittGER255,7 (121,5/124,5)
4.Roar LjökelsöyNOR255,1 (121,5/122,5)
5.Dmitrij IpatowRUS244,1 (119,0/122,5)
6.Antonin HajekCZE243,9 (121,5/118,5)
7.Martin HöllwarthAUT243,4 (120,5/119,5)
8.Janne AhonenFIN242,8 (117,0/123,5)
9.Matti HautamäkiFIN240,6 (112,5/126,5)
10.Andreas KüttelSUI236,6 (115,5/121,0)
11.Denis KornilowRUS235,9 (125,5/112,0)
12.Kamil StochPOL234,2 (121,0/115,0)
13.Martin KochAUT233,9 (121,5/116,0)
14.Takanobu OkabeJPN232,8 (114,5/121,0)
15.Andreas WidhölzlAUT231,0 (119,0/115,5)
16.Tom HildeNOR230,9 (127,5/107,5)
17.Simon AmmannSUI229,8 (113,5/122,0)
18.Wolfgang LoitzlAUT225,8 (111,5/119,0)
19.Dmitrij WassilijewRUS223,7 (118,5/112,5)
.Noriaki KasaiJPN223,7 (111,0/120,0)
21.Ilja RosljakowRUS221,4 (119,0/111,0)
22.Jörg RitzerfeldGER220,0 (121,0/108,5)
23.Jernej DamjanSLO219,0 (120,5/109,0)
24.Morten SolemNOR212,2 (116,0/110,0)
25.Jakub JandaCZE210,0 (112,0/112,5)
26.Tami KiuruFIN207,0 (116,0/108,5)
27.Piotr ZylaPOL206,7 (114,0/109,5)
28.Primoz PiklSLO205,3 (114,0/109,0)
29.Jon AaraasNOR195,3 (114,5/103,5)
30.Lukas HlavaCZE186,3 (111,5/101,5)
weiter:
31.Anders JacobsenNOR99,3 (109,5)
38.Thomas MorgensternAUT94,2 (107,5)
39.Gregor SchlierenzauerAUT93,3 (107,0)
49.Balthasar SchneiderAUT77,0 ( 98,5)


(apa/red)

11.3.2007 15:58