Sonntag, 11. März 2007

Sprinten bis zum Umfallen: Bernhard Eisel
will bei den Klassikern ganz vorne mitradeln

  • "Aufgalopp" bei Tirreno-Adriatico, dann Mailand-San

Bernhard Eisel, Neuzugang des deutschen Rennstalls T-Mobile, hat sich die Saisonziele hoch gesteckt. Der Steirer möchte in prestigeträchtigen Rennen wie den Frühjahrsklassikern und der Tour de France auftrumpfen. Siege in der Vorbereitung wie kürzlich bei der Algarve-Rundfahrt seien gut für das Selbstvertrauen, doch er will heuer einen wirklich großen Fisch an Land ziehen.

Rang fünf bei Paris-Roubaix im Vorjahr zu übertreffen wird schwierig, das ist Eisel bewusst. "Natürlich steigt der Druck, vor allem der, den ich mir selbst mache", erklärte der 25-Jährige. "Bisher rollt es recht gut, aber wenn ich wüsste, dass Paris-Roubaix gut klappt, wäre mir leichter."

Eisel hat heuer mit dem Sportwissenschaftler Sebastian Weber die Vorbereitung etwas umgestellt, trainiert nun intensiver, während der früher die Form eher über Renneinsätze gefunden hat. Damit sollte ein weiterer Leistungssprung möglich sein. Vergleichswerte von Leistungstests hat er keine, doch das sage ohnehin nicht alles aus, meint Eisel. "Der beste Beweis für eine Steigerung sind Siege."

Das Rennprogramm des Profis ist nach dem Wechsel aus Frankreich zu dem deutschen Top-Team fast völlig gleich geblieben. Seine gesteigerte Sprintstärke möchte Eisel ab Mittwoch im Etappenrennen Tirreno-Adriatico ausspielen. Der Wahl-Klagenfurter hat gute Erinnerungen, 2005 hatte er bei der auch heuer zum Auftakt angesetzten Etappe um Civitavecchia Rang zwei belegt.

Danach folgt Mailand-San Remo (24.3.), ehe Eisel nach Frankreich und Belgien wechselt. Flandern-Rundfahrt (8.4.) und Paris-Roubaix (15.4.) sind die Höhepunkte der ersten Saisonphase. Da will er die Farben von T-Mobile gemeinsam mit Servais Knaven (NED), Kim Kirchen (LUX) und Andreas Klier (GER) im Finale weit vorne präsentieren.

Der Burgenländer Rene Haselbacher tritt nach Rang zwei in der Algarve-Rundfahrt ebenfalls im Etappenrennen Tirreno-Adriatico (bis 20.3.) an, das zur ProTour zählt. Der Profi des kasachischen Astana-Rennstalls peilt Spitzenplätze in den Sprints an. "Ich habe heuer sehr viel trainiert, bin vom Kopf her stark und möchte von Beginn an meine Klasse zeigen", erklärte Haselbacher.

(apa/red)

11.3.2007 12:48