Weltmeister Loeb siegt bei Mexiko-Rallye und feiert seinen 30. Erfolg: Stohl Sechster!
- Zweiter Grönholm kann die WM-Führung verteidigen

Der dreifache Weltmeister Sebastien Loeb hat beim vierten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Mexiko mit seinem 30. Sieg einen weiteren Rekord aufgestellt. Nach 20 Schotterprüfungen in den Hochebenen Mexikos wiederholte der Titelverteidiger im Citroen C4 seinen Vorjahressieg und fuhr bei seinem zweiten Saisonerfolg 55,8 Sekunden Vorsprung auf den Finnen Marcus Grönholm im Ford Focus heraus.
Der 26-fache Rallye-Sieger Grönholm verteidigte jedoch mit 32 Punkten und einem Abstand von vier Zählern zu Loeb seine Spitzenposition in der WM-Wertung. Der Wiener Manfred Stohl beendete den ersten Schotterlauf der Saison auf Rang sechs, der 34-Jährige überzeugte mit zwei Sonderprüfungsbestzeiten. "Vor allem die auf der längsten Sonderprüfung am ersten Tag freut mich besonders. Da haben wir bewiesen, dass wir mit den Schnellsten mithalten können. Ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft auch die Konstanz steigern und über weite Strecken Top-Zeiten fahren können", so Stohl.
Die Bremsprobleme am Citroen, die dem Österreicher bei den ersten drei Läufen das Leben schwer machten, dürften behoben sein. "Es ist sehr beruhigend, wenn man wieder Punkte macht. Jetzt folgen bis zur Sommerpause noch vier Schotterrallyes. Das stimmt mich auch für die WM-Wertung sehr zuversichtlich", erklärt der WM-Vierte des Vorjahres, der bester Privatfahrer und schnellster Pilot in einem Vorjahresfahrzeug war.
"Ich freue mich sehr über den Sieg, der für mich nach meinen Fehlern in Norwegen äußerst wichtig war. Noch mehr hätte ich mich gefreut, wenn wir wie im letzten Jahr auch wieder in der Weltmeisterschaft vorne gewesen wären. Das muss nun unser nächstes Ziel sein", sagte Loeb, den die mexikanische Presse als "Condor von Mexiko" ehrte, im Zielort Leon.
Trotz seines zweiten Platzes war auch Schweden-Sieger Grönholm zufrieden. "Das war für mich ein guter Test für die nächste Rallye in Portugal. Der zweite Platz ist aber im Hinblick auf die Weltmeisterschaft okay", erklärte Grönholm, dessen Landsmann und Teampartner Mikko Hirvonen mit einem Rückstand von 1:27,7 Minuten den dritten Platz erreichte.
Mexiko-Rallye - Endstand:
1. Sebastien Loeb/Daniel Elena (FRA/MON) Citroen C4 WRC 3:48:13,3 Std.
2. Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (FIN) Ford Focus WRC +55,8 Sek.
3. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN) Ford Focus WRC 1:27,7
4. Daniel Sordo/Marc Marti (ESP) Citroen C4 WRC 1:43,7
5. Chris Atkinson/Glenn MacNeall (AUS) Subaru Impreza WRC 2:24,1
6. Manfred Stohl/Ilka Minor (AUT) Citroen Xsara WRC 3:45,5
7. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN) Ford Focus WRC 4:10,8
(apa/red)
