Österreichs Adler bleiben die Überflieger:
ÖSV-Quartett siegt im Lahti-Teamspringen
- "Morgi", "Schlieri", Kofler und Höllwarth unschlagbar
- Norwegen und Lokalmatador Finnland am Stockerl

Österreichs Skispringer sind als Mannschaft weiterhin eine Klasse für sich. Die Weltmeister von Sapporo haben auch beim Teambewerb in Lahti ungefährdet den Sieg geholt. Der wieder erstarkte und an Stelle von Wolfgang Loitzl nominierte Martin Höllwarth sowie Gregor Schlierenzauer, Andreas Kofler und Thomas Morgenstern gewannen überlegen mit 1.028,7 Punkten vor Norwegen (1.017,0) und Finnland (967,1).
Damit haben die ÖSV-Adler im Nationencup schon 3.999 Zähler erreicht, der dritte Sieg in Folge ist wieder ein Stück näher gerückt. Sieben Konkurrenzen vor Saisonende führen Thomas Morgenstern und Co. mit 1.236 Punkten vor Norwegen und schon 2.097 Zähler vor Finnland.
Cheftrainer Alexander Pointner, der den neuerlichen Nationencup-Titel als letztes großes Saisonziel ausgerufen hatte, war freilich wieder einmal stolz auf seine Burschen. "Das war ganz wichtig für das Team. Damit haben wir für heuer das Kapitel Teamwettkämpfe abgeschlossen und wir haben alle vier - immer mit einer anderen Mannschaft - gewonnen", freute sich der Tiroler. Einen hatte das ÖSV-Team im Sommer im Hinterzarten gewonnen, zwei im Weltcup (Willingen, Lahti) sowie jenen bei den Weltmeisterschaften.
Nach dem Großereignis habe seine Mannschaft nun das Signal gegeben, dass keineswegs "die Luft heraußen ist". Und auch die Steigerung von "Oldie" Höllwarth, der sich mit tollen Trainingsleistungen für den Teambewerb qualifiziert hatte, beeindruckt Pointner. "Bei ihm kann man wieder mit vorderen Platzierungen rechnen." Gleiches gilt freilich auch für Morgenstern, Schlierenzauer und Kofler, der im ersten Durchgang mit 133 m Tageshöchstweite erzielt hatte.
Die ÖSV-Adler waren nur nach dem ersten und zweiten Sprung (5. bzw. 2.) nicht in Führung gelegen. Der 133-m-Satz von Kofler katapultierte Rot-weiß-Rot aber an die Spitze und diesen Platz gab das Quartett auch nicht mehr aus der Hand. Im Zuge des Weltcups war es der insgesamt 12. Sieg für den ÖSV bei einem Team-Wettkampf.
(apa/red)
