Armin Kogler hat Hodenkrebs: Ex-Springer
geht mit Krankheit an die Öffentlichkeit
- Tiroler optimistisch: 95 Prozent Heilungschance
Der frühere Skispringer Armin Kogler hat bekannt gegeben, dass er an Hodenkrebs erkrankt ist. "Das ist der wahre Grund, warum ich nicht als Fernsehkommentator mit nach Japan fliegen konnte", wird der Normalschanzen-Weltmeister von 1982 zitiert, der im Skispringer-Weltcup als ORF-Co-Kommentator im Einsatz ist. Der 47-jährige Tiroler ist hinsichtlich der Heilungschancen zuversichtlich: "Die Heilungschancen sind 95 Prozent plus."
Die Krankheit sei plötzlich ausgebrochen, sagte Kogler der "Tiroler Tageszeitung". "Es ging eigentlich Schlag auf Schlag. Ursprünglich wollte ich am 20. Feber zu den Skispringern nach Sapporo reisen. Am 19. Februar hatte ich noch einen Flug als Tyrolean-Airways-Kapitän von Wien nach London. Während dem Hinflug nach Heathrow bekam ich plötzlich sehr starke Schmerzen im Hodenbereich. Das war ziemlich schlimm", so Kogler, bei dem später in der Urologie der Uni-Klinik Innsbruck Hodenkrebs diagnostiziert wurde.
Ein Hoden wurde ihm am 20. Februar entfernt. Laut Kogler gäbe es Absonderungen in der Bauchgegend und an der linken Lunge, weshalb er sich jetzt einer Chemotherapie unterziehen müsse.
Nach dem ersten großen Schock ("Ich weinte wie ein kleines Kind"), habe er schrittweise begonnen, die Krankheit zu akzeptieren. "Mein Vorbild ist Lance Armstrong, der im Prinzip die gleiche Diagnose wie ich hatte. (...) Ich hab sein Buch gelesen. Es ist für mich wie ein Leitfaden." Und Kogler hofft auch, "dass der Herrgott herunterschaut".
(apa/red)
