Schärfere Strafen für Dopingsünder: Zwei Jahre EM-Verbot nach Ablauf der Sperre
- Leichtathletik-Verband macht sich für Strafen stark
- Kleine Minderheit dürfe Sport nicht in Verruf bringen
·Weidlinger Siebenter im 3.000-m-EM-Finale
LA: Clemens Zeller wird Sechster im 400-m-Finale
Schwere Dopingsünder werden in Europa künftig härter bestraft. Aktive, die über zwei Jahre wegen der Einnahme verbotener Substanzen gesperrt worden sind, dürfen nach Ablauf ihrer Suspendierung zwei weitere Jahre lang nicht an Europameisterschaften teilnehmen.Das hat der Europäische Leichtathletik-Verband (EAA) bekannt gegeben.
"Dieser Beschluss ist einstimmig erfolgt, da es ein spezielles Privileg ist, an unseren Meisterschaften teilzunehmen", lautete die Begründung von EAA-Präsident Hansjörg Wirz. "Deshalb darf es nicht passieren, dass eine kleine Minderheit, die durch Betrug unseren Sport in Verruf gebracht hat, jenen Athleten, die sich strikt an die Regeln halten, Aufmerksamkeit wegnimmt."
Ziel der EAA ist es, dass auch der Internationale Verband (IAAF) schwere Dopingvergehen auf diese Weise bestraft. Damit dürften Aktive dann nach Ablauf ihrer Sperre zwei Jahre lang auch nicht an Weltmeisterschaften teilnehmen.
(apa/red)
