SPD startet Kampagne für Mindestlöhne:
"Man muss von der Arbeit leben können"
- Slogan: "Lohndumping verboten! Für Mindestlöhne"
- Beck verteidigt Anhebung des Rentenalters auf 67
·Deutscher Bundestag besiegelt Rente mit 67
Sehr umstritten: Auch Tornadoeinsatz ist durch
SPD-Chef Kurt Beck hat sich für die Einführung von Mindestlöhnen in Deutschland ausgesprochen und Arbeitgeber zu fairer Entlohnung aufgefordert. "Wer ordentlich und vollschichtig arbeitet, muss auch ordentlich und anständig davon leben können", sagte Beck. SPD-Generalsekretär Heil präsentierte eine neue Kampagne und enthüllte ein Plakat mit der Aufschrift: "Lohndumping verboten! Für Mindestlöhne".
Auch der Koalitionspartner dürfe die Augen vor dem gesellschaftlichen Skandal nicht verschließen, dass Menschen, die hart arbeiteten, davon nicht mehr leben könnten, sagte Heil.
Beck verlangte eine Ausrichtung der deutschen Wirtschaft auf hochqualitative Produkte und Dienstleistungen. "Wir müssen diese idiotische Haltung nach dem Motto 'Geiz ist geil' aufbrechen. Wir müssen damit aufhören, dass wir mit dem billigsten Schund auf der Welt konkurrieren", sagte er. "Das können wir nicht. Das wollen wir nicht." Geiz sei eine Untugend, darauf müsse man sich besinnen.
Rente ab 67 verteidigt
Gleichzeitig verteidigte er die Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre. Ohne Einschnitte sei der notwendige Umbau der Sozialsysteme nicht möglich, sagte er. "Der Rente mit 67 auszuweichen, wäre Selbstbetrug." Zu den Gewerkschaften, die in dieser Frage auf Konfrontationskurs zur SPD gegangen waren, sagte Beck: "Sie haben nicht die gleichen Aufgaben wie die Sozialdemokratie." Wichtig sei aber, sich auf Gemeinsamkeiten zu besinnen. Gemeinsam dürfe man nicht diejenigen zum Zuge kommen lassen, die Gewerkschaften und Betriebsräte in die Knie zwingen wollten. (apa)
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