Fötus in Italien überlebt Abtreibung: Neue politische Debatte am Apennin entbrannt
- 5 bis 6 Monate altes Kind kämpft um sein Leben
·"Pille danach" ohne Rezept in den USA genehmigt
Nach jahrelangen innenpolitischen Debatten
·Papst Benedikt XVI. warnt vor Abtreibung
Hält demografische Kontrolle für "schädlich"
In Italien ist eine heftige Debatte um den Fall einer jungen Frau ausgebrochen, die sich zu einem Schwangerschaftsabbruch entschlossen hatte, nachdem die Ärzte bei ihrem Fötus eine schwere Missbildung diagnostiziert hatten. Der Fötus wurde abgetrieben, überlebte jedoch die Operation.
Das vollkommen gesunde Kind, das knapp 25 Zentimeter lang und 500 Gramm schwer ist (5.-6. Monat), kämpft im Krankenhaus Careggi im Norden von Florenz um sein Leben. Der Leitung des Krankenhauses droht nun eine Klage wegen gravierender Fehler bei der Diagnostik. Gesundheitsministerin Livia Turco leitete eine Untersuchung ein.
Die Ärzte bezweifeln, dass man das Kind wird retten können. Es leide an schweren Atmungsproblemen und es sei schwierig, das Kind zu ernähren. "Sein Zustand ist sehr ernst", sagte der Leiter des Krankenhauses, Paolo Morello.
Die vatikanische Tageszeitung "L'Osservatore Romano" sprach von dem "Wunder eines Kindes, das die Welt töten wollte".
Verbände, die für die Abschaffung des Abtreibungsgesetzes kämpfen, forderten das Parlament auf, sich wieder mit dem Thema zu befassen. Man müsse das Gesetz revidieren, das seit den siebziger Jahren in Italien den Schwangerschaftsabbruch bei schweren Missbildungen auch über den dritten Schwangerschaftsmonat hinaus ermöglicht.
(apa/red)
Italien07:08
Die Erde bebt weiterÜber 40 Nachbeben erschüttern in der Nacht die Region - Rom verspricht Hilfe.
Oberösterreich07:28
Mauthausen überflutetFeuerwehr im Großaufgebot nach schweren Unwettern - Donauuferbahn für Zug gesperrt
Deutsche Sklavin befreit07:24
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
