Visum für Österreich wird teurer: Statt 35 Euro kosten Sichtvermerke künftig 60 Euro!
- EU-Vorgabe zur Abdeckung der Verwaltungskosten
Die Visa-Gebühren für einen Besuch in Österreich werden massiv erhöht. Statt wie bisher 35 Euro müssen für Sichtvermerke der Kategorien A bis C (Flugtransit, Durchreise, Reise) künftig 60 Euro berappt werden. Eine entsprechende Vorgabe der EU zur Abdeckung der steigenden Verwaltungskosten wurde vom Nationalrat abgesegnet.
Einzig die Grünen stimmten dagegen. Sie kritisierten unter anderem, dass für Verwandte der vielen türkischen Bürger in Österreich der Familien-Besuch unleistbar werde.
Die Redner der anderen Fraktionen wiesen im Gegenzug vor allem auf die Ausnahmen hin. So sind etwa Kinder bis sechs Jahre, Schüler, Studenten und Begleitlehrer bei Exkursionen von der Zahlung der Gebühr befreit. Die Visumgebühr für Drittstaatsangehörige von Staaten, mit denen die Europäische Union ein Sichtvermerksabkommen ausverhandelt, bleibt zumindest bis Jahresende bei 35 Euro. Aller Voraussicht nach wird es sich dabei um Albanien, Bosnien/Herzegowina, Mazedonien, Montenegro und Serbien handeln. Mit Russland wurde ein derartiges Abkommen bereits unterzeichnet und mit der Ukraine paraphiert. (apa)
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