864 Mio. Menschen weltweit unterernährt: Großteil davon lebt in Entwicklungsländern
- 10,9 Mio. Einwohner hungern in industriellen Gebieten
- In Asien und Afrika ist Situation besonders schlimm
Rund 864 Millionen Menschen sind laut Zahlen der Welternährungsorganisation (FAO) aus den Jahren 2002 bis 2004 unterernährt. Der Großteil davon - 834 Millionen - lebt in Entwicklungsländern. Aber auch in industriellen Gebieten leiden 10,9 Millionen Einwohner an Hunger und mangelhafter Ernährung. Besonders schlimm ist die Situation in Asien und Afrika.
In asiatischen und afrikanischen Staaten sind teilweise mehr als die Hälfte der Einwohner unterernährt. In Eritrea und Kongo in Afrika sind laut FAO (2001-2003) sogar 73 bzw. 72 Prozent der Bevölkerung betroffen.
Konflikte, Handelsabkommen, fehlender Landbesitz und Produktions- Förderungen für Exportgüter statt regionaler Nahrungsmittel sorgen in verschiedenen Ländern für Nahrungsmittelknappheit und Hunger, berichtete Ralf Leonhard, Vorsitzender von FIAN Österreich (Netzwerk für das Menschenrecht, sich zu ernähren). Auch Nicaragua, Guatemala, Mexiko, Kolumbien, Bolivien, Paraguay und Brasilien zählen dabei zu jenem Drittel der Länder, in dem die Versorgung der Bevölkerung besonders schlecht ist.
Löhne können mit Inflation nicht mithalten
Im südafrikanischen Simbabwe leiden 45 Prozent der Bevölkerung an Unterernährung. Eine große Zahl der Haushalte könne sich Lebensmittel dort einfach nicht leisten. Durch eine hohe Inflation würden sich die Preise in zwei Monaten verdoppeln, Löhne könnten mit diesem Anstieg kaum mithalten. Neben der Problematik durch Landverteilung verschärfen Dürreperiode die Situation zusätzlich.
Vor allem ländliche Bereiche betroffen
In Nicaragua trifft die Unterernährung laut Ralf Leonhard vor allem die Bewohner der ländlichen Bereiche und Kinder. Laut FAO gibt es in dem Land 1,5 Millionen unterernährte Menschen, das sind 27 Prozent der gesamten Bevölkerung.
Probleme in der Agrarwirtschaft
Probleme in der Agrarwirtschaft sorgen auch in Indien für Unterernährung, berichtete Leonhard. Ein großer Teil der Bevölkerung sei vom Fortschritt ausgeschlossen.
(apa/red)
Italien07:08
Die Erde bebt weiterÜber 40 Nachbeben erschüttern in der Nacht die Region - Rom verspricht Hilfe.
Oberösterreich07:28
Mauthausen überflutetFeuerwehr im Großaufgebot nach schweren Unwettern - Donauuferbahn für Zug gesperrt
Deutsche Sklavin befreit07:24
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben

