Suche nach Holender-Nachfolge gestartet: Staatsopern-Leitung offiziell ausgeschrieben
- Leitungserfahrung nicht Vorraussetzung für Top-Job
- Bewerbung muss künstlerisches Konzept beinhalten
·"Überall geht alles weiter, nur hier nix"
Holender über Gründe
für Nichtverlängerung
·Holender verlängert seinen Vertrag nicht
Wird Wiener Staatsoper im August 2010 verlassen
·Eine Ära endet: Ioan Holender im Porträt
Kaufmännisch begabt und Gespür für Talente
·Die Direktoren der Staatsoper seit 1869
Von Franz von Dingelstedt
bis hin zu Ioan Holender
Die künstlerische Leitung der Wiener Staatsoper ab 1. September 2010 ist in der "Wiener Zeitung", im "Standard" und in der Neuen Zürcher Zeitung ausgeschrieben worden. In den in der Ausschreibung angeführten Voraussetzungen, die der Nachfolger von Ioan Holender mitbringen soll, ist Leitungserfahrung nicht verlangt. Die Frist endet am 21. April.
Der neue Staatsopern-Direktor soll die "Fähigkeit zur Führung eines großen Theaterbetriebes" und "Verhandlungserfahrungen und Verhandlungsgeschick in künstlerischen und administrativen Angelegenheiten" mitbringen. Weiters gefragt sind u. a. die Fähigkeit zur Spielplanerstellung, Kenntnis des einschlägigen Künstlermarktes "verbunden mit gesichertem künstlerischen Beurteilungsvermögen", des österreichischen und internationalen Kulturlebens und die Fähigkeit zur Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Ebenfalls soll der künstlerische Leiter den kaufmännischen Geschäftsführer in wirtschaftlichen Angelegenheiten unterstützen, "auch was die Erschließung von Drittmitteln anlangt". Der Bewerbung ist ein künstlerisches Konzept anzuschließen. Die Staatsoper ist als Repertoiretheater mit festgelegtem Spielplan und innovativem und pluralistischem Angebot zu führen.
Die Ausschreibung ist jedoch nicht bindend, es kann auch ein Kandidat ausgewählt werden, der sich nicht beworben hat. Die Ministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Claudia Schmied, hat kürzlich angekündigt, Gespräche mit weiteren Kandidaten führen zu wollen, keine Findungskommission einsetzen zu wollen und die Entscheidung bis zur ersten Juniwoche zu treffen. (apa/red)
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