Donnerstag, 8. März 2007

11.000 Anrufe in sechs Monaten: Besonders krasser Fall von Telefon-Stalking in Kärnten

  • 37-Jährige soll Opfer zu Sex aufgefordert haben
  • Prozess: Kärntnerin droht bis zu einem Jahr Haft

Wegen gefährlicher Drohung und beharrlicher Verfolgung (Stalking) hat sich eine 37-jährige Oberkärntnerin am Landesgericht Klagenfurt verantworten müssen. Die Frau soll laut Anklage innerhalb eines halben Jahres 11.000 Telefonanrufe von einem nicht registrierten Wertkartenhandy aus getätigt haben. Der Prozess wurde vertagt, ein psychiatrisches Gutachten soll klären, ob die Angeklagte überhaupt schuldfähig ist.

Die Telefonnummern ihrer Opfer soll die Frau aus Anzeigen in Zeitungen bezogen haben. Die Angeklagte soll die Stalking-Opfer - darunter auch Kinder - bedroht, beschimpft und sexuell belästigt haben. Im Gerichtssaal bestritt die 37-Jährige die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft vehement. Sie habe nicht angerufen, sondern sei vielmehr angerufen worden, da sie sich bei einem Partnervermittlungs-Institut angemeldet habe.

Bereits nach einer halben Stunde vertagte Richter Gerhard Pöllinger den Prozess. Im Falle eines Schuldspruches drohen der Frau bis zu einem Jahr Haft.(APA)

8.3.2007 16:04