Samstag, 10. März 2007

Promis machen jetzt gegen Rauchverbot mobil: 'Wir wollen rauchen, wo es uns passt'

  • Anwälte & Gastronomen im Einsatz für blauen Dunst
  • Ainedter in NEWS: Für Freiheit des mündigen Bürgers
    Networld-Umfrage: Sind Sie für striktes Rauchverbot?

Wochenlang war sie der Stoff, aus dem die Diskussionen an Österreichs Stammtischen gemacht werden: die Selbstverpflichtung der österreichischen Wirte zum Nichtraucherschutz. Der Inhalt: Mit 1. 1. 2007 müssen Speiselokale und Kaffeehäuser mit über 70 Quadratmetern ein Drittel ihrer Fläche Nichtrauchern widmen und dort dem blauen Dunst für immer adieu sagen. Dass Österreich mit dem partiellen Rauchverbot einem europaweiten Trend folgt, scheint jedoch nur Mediziner und Nichtraucher zu freuen. Denn jetzt machen die Raucher mobil.

Eine erste Maßnahme: die Plattform "Rauchfrei(heit)", die vom Wiener Staranwalt Manfred Ainedter ins Leben gerufen wurde. Ainedter: "Es droht die schrankenlose gesetzliche Regulierung unserer privaten Lebensbereiche. Niemand ist gezwungen, in ein Lokal zu gehen, in dem geraucht wird!"

Promis erstellen Charta
Um ihrem rauchgeschwängerten Missmut Ausdruck zu verleihen, haben die prominenten Mitglieder der Plattform, darunter die Gastronomen Toni Mörwald und Walter und Eveline Eselböck sowie Ottakringer-Chef Siegfried Menz und Mime Heinz Marecek, eine Charta erstellt. Die Kernaussage des Papiers: "Ja zur Freiheit des mündigen Bürgers - nein zu europäischer Bevormundung in den unterschiedlichen persönlichen Lebensbereichen."

Ende des Rauchverbots?
Konkret fordern die Rauch-Rebellen ein Ende der von ihnen angeprangerten Tschick-Diskriminierung. "Wir wollen das gesetzliche Rauchverbot in Österreichs Gastronomie verhindern und Aufklärung zum Thema Rauchen und Passivrauchen betreiben. Die gegenwärtige Hysterie über die angebliche Schädlichkeit des Passivrauchens ist nicht nur mangels seriöser Studien maßlos übertrieben", verteidigt Ainedter seine Forderungen.

Umfrage zu Nikotin-Konflikt
Wie die Bevölkerung den Nikotin-Konflikt bewertet, belegt eine OGM-Umfrage. Demnach sprechen sich 70 Prozent dafür aus, dass die Gastronomen selbst bestimmen, ob sie Nichtraucherzonen einrichten. Immerhin noch 37 Prozent vertreten die Ansicht, dass jeder Bürger selbst entscheiden soll, ob und wo er raucht. Freilich belegt die Studie auch, dass die persönliche Freiheit für Herrn und Frau Österreicher auch ihre Grenzen hat. Denn jeder zweite Befragte gibt an, dass für ihn die Gesundheit das wichtigste Gut sei.

Die ganze Story lesen Sie in NEWS Nr. 10/07

10.3.2007 21:12