Stadler-Attacke nach FP-Austritt: "Strache
fühlt sich neben mir psychisch gehemmt!"
- Jugendfoto-Affäre: Veröffentlichung 'patschert genug'
Ex-Volksanwalt: Bürgeranwalt Kabas "überfordert" - UMFRAGE & DISKUSSION: Schadet Austritt der FPÖ?

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FPÖ-Chef Strache posiert mit "Kollegen" in Uniform
Kaum aus der FPÖ ausgetreten, bläst Ewald Stadler zum Angriff auf die Parteispitze. Im Gespräch mit der APA meinte er, ihm sei die Teilnahme an Klubsitzungen verwehrt worden, weil sich Parteichef Heinz-Christian Strache "psychisch gehemmt fühlt, wenn ich dabei bin". FPÖ-Bürgeranwalt und Ehrenobmann Hilma Kabas, der indirekt schwere Vorwürfe gegen Stadler erhob, bezeichnete der frühere Volksanwalt als "überfordert, aber was soll ich tun, ich habe ihn nicht erfunden".
Stadler blieb ungeachtet der Vorwürfe, er hätte die wehrsportähnlichen Jugendfotos von Strache an die Öffentlichkeit gebracht, bei seiner Darstellung: Er habe diese Bilder nur Kabas übermittelt und sie sicher nicht an Medien gespielt. Öffentlich gemacht worden seien sie schließlich von Strache selbst und das "patschert genug". Ein weiterer Beweis für seine Angaben sei, dass Strache nicht alle Fotos veröffentlicht habe.
Kritik an Parteiführung
Der Konflikt läge aber schon länger zurück, sagte Stadler. Man habe Strache schon vor einem Jahr gesagt, dass er die Partei so nicht führen könne und dieser habe "Eide geschworen", es besser zu machen. Gekommen sei aber ein Theater um die Erstellung der Wahllisten, bei dem Stadler auf einen Platz auf der Bundesliste verzichtet habe, wie er selbst sagt.
Nach der Wahl sei es dann grundlos zu einem Streit um die Freiheitliche Akademie gekommen. Am 16. Dezember sei bei einer Besprechung vereinbart worden, dass er, Stadler, einen Kompromiss zur Einbindung der Länder (Stichwort Föderalismus) erarbeite. Am Montag darauf habe er erfahren, dass ihm die Leitung entzogen und eine neue Bildungseinrichtung errichtet worden sei, so Stadler.
Bei der medienwirksam inszenierten Versöhnung am 23. Jänner habe er Strache dann gefragt, was er wolle. Zwei Wochen später hätten die "Einvernahmen meiner Mitarbeiter begonnen", sprach Stadler von "stalinistischen Methoden".
Kampfabstimmung verhindern
Seinen Austritt begründete er damit, dass er der Partei eine Kampfabstimmung ersparen habe wollen. Strache will er aber schon heute "ins Stammbuch" schreiben: Wenn er so weiter mache, habe er in zwei Jahren Zustände wie im Burgenland. Stadler bekräftigte Gerüchte, wonach es im Zuge des Streits mehrere Parteiaustritte gegeben haben soll, Namen wollte er aber keine nennen.
Einen Wiedereintritt schloss Stadler nicht aus, denn die FPÖ sei seine "politische Heimat". (apa/red)
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