Linzer Creutzfeldt-Jakob-Patientin ist tot! 54-Jährige konnte nicht gerettet werden
- Schaden von 700.000 für Landesnervenklinik
·Schock: Creutzfeld-Jacob-Tote in Wien!
Vorkehrungen gegen Ansteckung getroffen
·CJD: Wenn sich das Gehirn auflöst
Klassische Form seit Jahrzehnten bekannt
Jene 54-jährige Creutzfeldt-Jakob-Patientin, die in der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz behandelt wurde, ist gestorben. Der Ärztliche Direktor Werner Schöny bestätigte auf APA-Anfrage einen Bericht im "Neuen Volksblatt". Die für das Krankenhaus durch zusätzliche Hygienemaßnahmen entstandenen Kosten würden rund 700.000 Euro ausmachen.
Bei der Oberösterreicherin war im Februar eine Biopsie durchgeführt worden, da die Ärzte einen Hirntumor, eine Entzündung des Gehirns oder einen Hirninfarkt vermuteten. Die entnommenen Gewebeproben ergaben aber den Verdacht auf Creutzfeldt-Jakob und wurden zum zuständigen Nationalen Referenzzentrum im AKH Wien gebracht. Wenige Tage später stand fest, dass die Frau an der unheilbaren Krankheit leidet.
Bei den beiden Patienten, die nach der 54-Jährigen in dem Operationssaal behandelt worden waren, könne eine Erkrankung laut Schöny "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" ausgeschlossen werden. Es sei kein Fall bekannt, in dem Creutzfeldt-Jakob durch chirurgische Instrumente übertragen wurde. Der OP wurde dennoch umgehend geschlossen und das verwendete Besteck aus dem Verkehr gezogen.
Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit äußert sich zunächst durch Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Sie führt zu fortschreitendem Gedächtnis-Verlust und schließlich zum Tod. In Österreich zählt man nach Auskunft der Landesnervenklinik pro Jahr an die zehn Erkrankungen, in Oberösterreich eine.
(apa/red)
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