Montag, 5. März 2007

Weintipp: Cupido 2003 „péché mignon“

  • Ein grandioser Wein vom Weingut Johann Heinrich
  • Jahr 2003 mit allen Voraussetzungen für Top-Qualität

"Das Glück und die Götter gehören zu den eher seltenen Gästen, weshalb wir Menschen umso mehr der geglückten Weine bedürfen." Ein wahrer Glücksfall für Weinfreunde ist der Cupido 2003 „péché mignon“. Nach dem Cupido Bon Mariage 2000 und dem Cupido Amour Fou 2002 ist der vorliegende Wein die gelungene Fortsetzung einer Liebeserklärung an Blaufränkisch in Reinkultur.

Das Weinjahr 2003 bot von den Witterungsbedingungen alle Voraussetzungen für einen großen Wein und die erfahrene Winzerfamilie Heinrich tat im Weingarten ihr Bestes, um die Rahmenbedingungen weiter zu optimieren. Die Traubenqualität war hervorragend und so wurde der Cupido 2003 aus den besten Blaufränkisch-Fässern der Top-Lagen um Deutschkreutz cuvéetiert und durfte 36 Monate in Barriquefässern reifen.

Süße kleine Sünde
Der neue Cupido führt den Beinamen „péché mignon“ – eine französische Redewendung, die so viel wie eine „süße kleine Sünde“ bedeutet. Schließlich ist der Cupido ein Wein, bei dem es keine Sünde ist, wenn man schwach wird und seinen Verlockungen erliegt. Ein Wein von solcher Größe, dass es nur die Stärken der Kennerschaft beweist, wenn man für ihn eine Schwäche entwickelt.

Kostnotiz
Dunkles Rubingranat, in der Nase reife Beerenfrucht, ein Touch Rumtopf und etwas dunkle Schokolade. Am Gaumen voluminös, kraftvoll und dennoch mit schönem Fruchtschmelz und feinen Gewürzanklängen. Insgesamt sehr harmonisch und vornehm, vom ersten Schluck als großer Wein erkennbar. Schon jetzt sehr schön trinkbar, hat aber sicher noch Entwicklungspotenzial. Ab-Hof-Preis: 49 Euro.

Die Familie
Der Weinbau hat in der Familie Heinrich zwar jahrhundertelange Tradition, aber die Umstellung auf einen Qualitätsbetrieb wurde erst 1992 vollzogen. Wie manch andere Winzer aus Deutschkreutz haben die Heinrichs das Potenzial ihres Blaufränkisch erkannt und forcierten von Anfang an den Barrique-Ausbau. Während sich der Senior Johann mittlerweile auf die Arbeit im Weinberg konzentriert, verlässt er sich im Weingut voll auf Tochter Silvia. Den Überblick über den gesamten Gutsbetrieb mit Verkostungsraum und Gästebetten bewahrt aber nur die Seniorchefin Gerti, ebenfalls eine leidenschaftliche Winzerin. (red)

5.3.2007 18:32