Freitag, 2. März 2007

Akku-Misere befällt jetzt auch Lenovo:
Über 200.000 Stück von Austausch betroffen

  • Zahl der Defekte in Österreich derzeit unbekannt
  • Schaden tritt nur bei schweren Erschütterungen auf

Der chinesische Computerhersteller Lenovo hat rund 205.000 Laptop-Akkus der Firma Sanyo wegen Feuergefahr zurückgerufen. Betroffen seien etwa 100.000 Akkus in den USA und weitere 105.000 weltweit, sagte der Sprecher von Lenovo, Bob Page. Die Akkus, die mit den neuen ThinkPad Notebooks verkauft wurden, könnten sich im ungünstigsten Fall überhitzen und ein Feuer auslösen. In insgesamt fünf Fällen sollen auf diese Weise bereits Notebooks beschädigt worden sein.

Der japanische Hersteller Sanyo will die Kosten nicht alleine schultern. Das Design der Lithium-Ionen-Akkus in den betroffenen ThinkPad-Notebooks sei gemeinsam mit dem chinesischen PC-Bauer Lenovo entwickelt worden, sagte ein Sprecher des angeschlagenen Elektronikkonzerns. Noch gebe es aber keine Einigung, wie die Kosten aufgeteilt werden sollten. Auch die genau Summe sei noch nicht klar.

Zweiter Rückruf in kurzer Zeit
Für Lenovo ist es bereits der zweite Rückruf für das Unternehmen innerhalb von sechs Monaten. Erst im September hatte der Konzern zusammen mit IBM angekündigt, mehr als eine halbe Million Notebook-Batterien von Sony zurückzurufen. Damals hatte ein Computer am Flughafen von Los Angeles Feuer gefangen. Auch die PC-Hersteller Apple, Dell und Toshiba mussten wegen Problemen mit Sony-Batterien Laptops zurückholen. Sony kostete der Rückruf knapp eine halbe Milliarde Dollar. Die Japaner mussten diese Kosten alleine tragen, da die Ursache in der Batteriezelle lag.

Österreich auch betroffen
Konkret geht es um die Modelle der Serien R60, R60e, T60, T60p sowie Z60m, Z61e, Z61m, und Z61p - allerdings nur um jene Geräte, die über einen Zusatzakku verfügen, erklärte Lenovo Österreich. (apa/red)

2.3.2007 13:45