Freitag, 9. März 2007

EU droht Microsoft erneut mit Geldstrafe:
Schnittstelleninfos für Konkurrenz zu teuer

  • Windows-Streit schwelt schon seit Rekordstrafe 2004
  • Konzern hat vier Wochen Zeit für Stellunggnahme

Im Streit mit Microsoft über die marktbeherrschende Stellung des Betriebssystems Windows hat die EU-Kommission dem US-Softwarekonzern mit weiteren Strafgeldern gedroht. Microsoft verlange von anderen Softwareherstellern zu viel Geld für technische Informationen, damit deren Programme auf Windows-Computern laufen könnten, erklärte die Behörde in Brüssel. Sie habe Microsoft deshalb eine formelle Beschwerde übersandt.

Der Konzern hatte vier Wochen Zeit, um sich zu Schnittstelleninformationen für Arbeitsgruppen-Server zu äußern. Danach könne die Kommission ein neues Zwangsgeld verhängen. Der Streit mit hohen Millionenstrafen zieht sich schon seit Jahren hin. Die Kommission wirft Microsoft vor, 2004 erlassene Auflagen im Zusammenhang mit der marktbeherrschenden Stellung von Windows nicht einzuhalten.

Die EU-Kommission hatte Microsoft 2004 zu einer Rekordstrafe von 497 Mio. Euro verurteilt; um die Umsetzung von Strafmaßnahmen gibt es seitdem immer noch Streit. (apa)

9.3.2007 09:13