Montag, 26. Februar 2007

Mögliches Szenario für Jahresende 2007:
90 Prozent aller E-Mails könnten Spam sein

  • Hauptgefahr: Neue 'Bot-Nets' in China und Südkorea
  • Trojaner versenden die Mails über infizierte Rechner

Spam ist weiter auf dem Vormarsch: Laut einem aktuellen Bericht des australischen Sicherheitsunternehmens Marshal hat sich das Aufkommen der unerwünschten Werbemails seit vergangenem Oktober um 280 Prozent erhöht. Derzeit sind etwa 85 Prozent aller E-Mails Spam. Es wird damit gerechnet, dass die Prozentrate Ende des Jahres auf 90 steigen wird.

Der Grund für die Flut an E-Mails mit Werbung für günstige Markenuhren, halbseidene Investitionsmöglichkeiten und diverse Potenzmittel sind laut den Experten des "Marshal's Threat Research and Content Engineering Teams" neu in Betrieb genommene "Bot-Nets" in China und Südkorea. In diesen Netzwerken ferngesteuerter Computer fassen Spam-Versender (Spammer) Rechner von Privatpersonen und Unternehmen zusammen, die nicht ausreichend mit Firewalls und Anti-Viren-Programmen abgesichert wurden. Über so genannte Trojaner-Programme erlangen die Spammer Kontrolle über diese PCs und verwenden sie dann zum koordinierten Mail-Versand.

Spam eines der größten Sicherheitsprobleme
Laut den Analysten von Marshal wird Spam auch 2007 für Unternehmen eines der größten Sicherheitsprobleme darstellen. "Viele Industrievertreter haben vorausgesagt, dass das Spam-Problem mittlerweile gelöst sein würde", so Bradley Anstis, Director of Product Management bei Marshal. "Derzeit können wir aber nicht voraussagen, wann Spam-Filter nicht mehr benötigt werden". (apa/red)

26.2.2007 13:24