Mittwoch, 28. Februar 2007

Kinderleicht CO2 sparen

Klima-Diät. Alle reden vom Öko-Kollaps. Dabei kann jeder einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. NEWS sagt, wie’s geht.

Energietechnisch betrachtet, befindet sich der Großteil der österreichischen Haushalte noch tief im 19. Jahrhundert. Nach wie vor sorgt in rund 80 Prozent der knapp 3,5 Millionen heimischen Privathaushalte die gute alte Glühbirne für Erleuchtung – also eine Lichtquelle, die bereits anno 1880 von Thomas Alva Edison patentiert wurde. Eine Erfindung, die ihrem (deutschen) Namen alle Ehre macht: Denn eine Glühbirne ist vor allem eines – ein an der Decke oder sonstwo montierter Heizkörper. „Sie setzt nur rund fünf Prozent der elektrischen Energie in Licht um, der große Rest wird als Wärme abgegeben“, verdeutlicht Ulrike Wernhart, Energieexpertin der Umweltberatung in St. Pölten.

Jetzt wird der Glasbirne mit dem Glühfaden der Kampf angesagt. Seit Australiens Regierung verkündet hat, als erstes Land der Welt Glühbirnen verbieten und stattdessen nur noch Energiesparlampen erlauben zu wollen, wird auch in Europa über die Sinnhaftigkeit dieser antiquierten Lichtquelle diskutiert. So werde laut EU-Umweltkommissar Stavros Dimas bereits geprüft, ob ein EU-Standard für umweltfreundliche Lampen aus wettbewerbsrechtlicher Sicht machbar sei.

Energiesparen ist Klimaschutz.
Der Grund für die politische Hektik ist einleuchtend: Seit der jüngste Report des Weltklimarats IPCC unmissverständlich dargelegt hat, dass nur noch dreizehn Jahre Zeit bleibt, um die Klimakatastrophe und damit unumkehrbare Schäden für die Zivilisation abzuwenden, ist Feuer am Dach. Selbst bisherige Skeptiker beginnen nun darüber nachzudenken, wie sie persönlich den Energieverbrauch senken und so zum Klimaschutz beitragen können. Denn Tatsache ist: Jede eingesparte Kilowattstunde Strom bedeutet weniger CO2-Ausstoß – in Österreich sind es laut
der Energieaufsichtsbehörde E-Control bei derzeitigem Strommix exakt 585 Gramm, die eine vermiedene Kilowattstunde Strom „wert“ ist.
Die notwendige „Energiewende“ tut aber auch der Geldbörse jedes Einzelnen gut: Laut Berechnungen der Österreichischen Energieagentur sind die Haushaltsausgaben für Energie im Jahresvergleich 2006/05 nämlich um saftige 9,4 Prozent auf rund 9,5 Milliarden Euro gestiegen. Das bedeutet monatliche Ausgaben von 228 Euro pro Haushalt. Knapp 45 Prozent davon wurden für Treibstoff (Benzin/Diesel) ausgegeben, rund ein Drittel entfielen auf Raumwärme und Warmwasser sowie rund 22 Prozent auf Strom.

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28.2.2007 18:33