Mittwoch, 28. Februar 2007

Zu viele Elefanten im südafrikanischen Krüger-Nationalpark: Abschüsse geplant!

  • Geburtenkontrollen und Umsiedelungen Teil des Plans
  • Elefanten bedrohen "Vielfalt" der Pflanzen und Tiere

Südafrika will künftig unter bestimmten Umständen im Krüger-Nationalpark wieder Elefanten töten, weil ihre Zahl überhand genommen hat. Umweltminister Marthinus van Schalkwyk verkündete, die geplante Maßnahme sei nur ein Teil des von der Regierung gebilligten Parkmanagement-Plans. Der Entwurf, der noch öffentlich erörtert werden soll, führe "nicht sofort zum totalen Elefanten-Abschlachten". Das gezielte Töten sei Teil eines Plans, der auch Geburtenkontrolle, Umsiedlung und andere Kontrollmaßnahmen vorsieht.

Begründet wird die Tötung damit, dass die Elefanten die biologische Vielfalt bedrohten und sowohl Pflanzen als auch andere Tiere im Krüger-Nationalpark bedrohten. Das auch als "Culling" bezeichnete gezielte Abschießen der grauen Riesen war nach weltweiten Protesten 1994 gestoppt worden. Damals gab es dort 8.000 Elefanten, heute wird ihre Zahl auf 14.000 geschätzt.

Der Kap-Staat hatte die Veröffentlichung des Entwurfs immer wieder verschoben und angesichts der öffentlichen Kritik versucht, internationales Aufsehen zu vermeiden. Seit 2003 hatte die Regierung wiederholt in Experten-Konferenzen nach Alternativen gesucht, die meisten aber als zu aufwendig verworfen. (apa)

28.2.2007 14:00