Dienstag, 13. März 2007

Elsner Opfer von Flöttl und SPÖ? Partei hat versucht, Misswirtschaft bei Bank abzuladen

  • Ex-Banker stellt sich offenbar als Politopfer dar
  • Anwalt: Er "fristet" Leben und hofft auf Rehabilitation

Geht es nach dem Anwalt von Ex-BAWAG P.S.K.-Chef Helmut Elsner, Wofgang Schubert, dann ist Elsner ein Opfer von Investmentbanker Wolfgang Flöttl und der SPÖ. "Die Sozialdemokraten haben versucht, den Vorwurf roter Misswirtschaft auf Elsner abzuladen und ihn als kriminell hinzustellen", so Schubert in einem Interview mit der "Presse".

Die "Kronen Zeitung", berichtet ebenfalls, dass Elsner nun versuchen soll, sich als "Politopfer" darzustellen. Daneben wirft Schubert seinem ehemaligen Geschäftspartner Flöttl vor, von der Bank geschlossene Verträge einseitig gebrochen zu haben. Dies werde Elsner auch ausführlich bei der Gerichtsverhandlung thematisieren, meinte Schubert. Elsner werde sich jedenfalls nicht schuldig bekennen.

Der Anwalt bekräftigte seinen Vorwurf, dass Elsner rechtswidrig von Frankreich nach Österreich gebracht wurde. "Helmut Elsner war in Frankreich gegen Kaution auf freiem Fuß und wurde aus einem Krankenzimmer, in dem er mit Kenntnis des Staatsanwaltes wegen Vorhof-Flimmern und zur Operationsvorbereitung, angeschlossen an Überwachungseinrichtungen und Infusionen, lag, unter Polizeigewalt weggebracht", sagte er.

Zu der derzeitigen Unterbringung meinte Schubert: "Er liegt in der Intensivstation des AKH, die Fenster mussten wegen der am gegenüberliegenden Gebäude stationierten Fotografen verklebt werden, sodass kein Tageslicht in sein Zimmer dringt. Dort fristet er derzeit sein Leben und hofft, dass man ihm eine ordentliche Rehabilitation zugesteht. Das sind seine größten Sorgen im Moment."

(apa/red)

13.3.2007 15:13