Mittwoch, 28. Februar 2007

Starkes Osteuropa-Geschäft: Erste Bank fuhr 2006 sattes Gewinnplus von 30% ein

  • Rekord: Ausschüttung steigt auf 65 Cent je Aktie
  • Rumänische Großbank erstmals dazubilanziert

Die börsenotierte Erste Bank hat 2006 - nach neuerlich massiver Erweiterung des Bankgeschäfts in Osteuropa - ihre Ergebnisse wieder deutlich zweistellig angehoben. Auch die Aktionäre bekommen mehr Geld: Bei der Hauptversammlung am 31. Mai wird die Dividende von 55 Cent auf 65 Cent je Aktie angehoben.

Voriges Jahr hat die Erste Bank ihr Kapital erhöht. Die im Jahr 2006 ausgegebenen neuen Aktien sind für das gesamte Geschäftsjahr 2006 dividendenberechtigt. Erst seit Oktober 2006 ist die rumänische Großbank BCR (Banca Comerciala Romana) in die Bilanz einbezogen.

Das Betriebsergebnis der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen stieg nachvorläufigen Zahlen um 20,7 Prozent auf 2,003 Mrd. Euro. Ohne BCR hätte der Betriebsgewinn um 15,3 Prozent zugelegt.

Der Jahresüberschuss vor Steuern wuchs um 24,6 Prozent auf 1,522 Mrd. Euro (ohne BCR plus 20,2 Prozent auf 1,469 Mrd. Euro. Das war nach Worten von Bankchef Andreas Treichl der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte der Erste Bank-Gruppe.

Der Nettogewinn (Konzernüberschuss nach Steuern/Fremdanteilen) erhöhte sich um 30,1 Prozent auf 932,2 Mio. Euro (ohne BCR plus 26,2 Prozent auf 904,8 Mio. Euro).

Der Gewinn je Aktie stieg 2006 trotz der nach der Kapitalerhöhung höheren Aktienzahl von 2,98 Euro auf 3,10 Euro. Die Bilanzsumme legte um 19,0 Prozent auf 181,7 Mrd. Euro (ohne BCR plus 8,4 Prozent auf 165,5 Mrd. Euro) zu.

Im Konzern der Erste Bank sind heute mehr als 50.000 Mitarbeiter tätig. Nur 14.700 davon entfallen auf die Gruppe in Österreich (Erste Bank inklusive Haftungsverbundsparkassen). Knapp 13.500 Mitarbeiter gehören der BCR an.

(apa/red)

28.2.2007 10:12