Schweizer Hooligan-Datenbank geht in
Betrieb: Gewalt soll keine Chance erhalten
- Hoogan erfasst gewaltbereite Fans & Stadionverbote
- Strafen bei vergehen reichen bis zu Ausreisesperren
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Die Schweizer Gastkantone der EURO 2008 haben mit der in Betrieb gegangenen Datenbank Hoogan eine neue Waffe im Kampf gegen den Fußball-Hooliganismus in der Hand. Darin sind Fans erfasst, die als gewaltbereit eingestuft werden. Für die übrigen Schweizer Kantone ist Hoogan ab Ende des Jahres verfügbar.
Seit dem 1. Jänner können die kantonalen Behörden gegen Hooligans Maßnahmen ergreifen. Diese können von einer Meldepflicht über Rayonverbote bis hin zu Ausreisesperren reichen. Die Maßnahmen können auch gegen Jugendliche ab 12 Jahren verhängt werden. Personen ab 15 Jahren können für bis zu 24 Stunden in Polizeihaft genommen werden.
Die von den Behörden gegen Hooligans ergriffenen Maßnahmen sind ebenfalls in der Datenbank erfasst. Bis Ende 2007 sollen im Hinblick auf die EURO 2008 auch alle anderen Kantons-Polizisten sowie das Grenzwachtkorps Zugang zu Hoogan erhalten. In die Datenbank fließen auch ausländische Informationen ein.
Bis Ende Juni soll die Datenbank um Stadionverbote ergänzt werden, die von den Schweizer Fußball- und Eishockey-Vereinen bereits verhängt worden sind. Diese rund 600 Stadionverbote werden derzeit von der Hooligan-Beobachtungsstelle in Zürich gesichtet. Die Schweizer Klubs sind außerdem nach wie vor berechtigt, Stadionverbote zu verhängen.
(apa/red)










