Festhalten an "Ausländer-Regelung": Rapid und Austria steuern auf rot-weiß-rotem Kurs
- Klubs wollen weiter am Österreicher-Topf naschen
- PLUS: Vorgaben fließen auch in Kaderplanung ein
·Heimsieg für Austria: 2:1 im Derby vs. Rapid
Schneller Doppelpack sichert Austria 3 Punkte
·Diskutieren Sie mit anderen Kicker-Fans
MITREDEN: Ihre Meinung zur österreichischen Liga
Die Zeiten, in denen die Austria freiwillig auf die Gelder aus dem so genannten "Österreicher-Topf" der Bundesliga verzichtet hat, sind längst vorbei. So wie Rapid halten sich nun auch die Violetten strikt an die Vorgabe, dass pro Spiel mindestens zehn Mann des 18-Mann-Aufgebots Österreicher sein müssen. Der Einsatz von U21-Berechtigten wird doppelt honoriert.
Und das wird bei der Austria auch trotz der nun weiter fließenden Frank-Stronach-Millionen so bleiben. "Das ist eine klare Vorgabe für Trainer Georg Zellhofer. Die Kaderplanung ist daraufhin abgestimmt", erklärte Klub-Manager Markus Kraetschmer. Seit der 10. Runde hält sich die Austria strikt an die Spielregeln und nascht daher seit dem zweiten Meisterschafts-Viertel an der Auszahlung des mit rund 5,5 Millionen Euro gefüllten Topfs ebenfalls mit. So wie alle anderen Liga-Teams außer Tabellenführer Salzburg.
"Es geht um deutlich mehr als 100.000 Euro pro Quartal", weiß Kraetschmer. Geld, auf das die Austria nun nicht verzichten kann und will. Da das Projekt zumindest bis zur Heim-EM 2008 laufen wird, wird die Austria auch den Kader der kommenden Saison in dieser Hinsicht zusammenstellen. Derzeit verfügt man mit Fernando Troyansky (ARG), David Lafata (CZE), Mario Tokic (CRO), Arek Radomski (POL), Stepan Vachousek (CZE/derzeit verletzt), Jocelyn Blanchard (FRA), Vaclav Sverkos (CZE), Jelle Ten Rouwelaar (NED) und Milenko Acimovic (SLO) über neun Legionäre.
Schärfere Regeln
In der kommenden Saison, der letzten vor der EURO 2008, werden die Topf-Regeln noch einmal verschärft. Die Anzahl der Österreicher im Kader wird von zehn auf elf angehoben. Damit ist nur noch für maximal sieben Legionäre pro Spiel Platz auf dem Matchbericht.
Diese Tatsache beeinflusst auch die Kaderzusammenstellung von Rapid. In Jozef Valachovic, Peter Hlinka (beide SVK), Mario Bazina, Mate Bilic (beide CRO), Branko Boskovic (SRB), Marek Kincl, Petr Vorisek, Radek Bejbl (alle CZE) und Steffen Hofmann (GER) sind momentan neun fitte Fremdarbeiter in Wien-Hütteldorf beschäftigt, daher muss Trainer Peter Pacult im Derby einen Legionär zähneknirschend auf die Tribüne setzen.
Auslaufende Verträge
Möglichkeiten zur Lösung des "Legionär-Problems" bieten sich für Rapid zu Saisonende, da neben den Kontrakten von Markus Katzer und Thomas Burgstaller auch die Verträge von Valachovic, Hlinka, Bejbl und Kincl auslaufen. Mit wem aus dem Legionärs-Quartett weiter zusammengearbeitet wird, hat die Hütteldorfer Klub-Führung laut Sportdirektor Alfred Hörtnagl noch nicht entschieden. "Es ist jetzt für jeden Einzelnen wichtig, dass er sich selbst beweisen und empfehlen kann."
Sein Verein werde sich auf jeden Fall auch in der kommenden Saison an die Österreicher-Vorgabe halten - was aber nicht bedeuten muss, dass 2007/08 sieben Ausländer im Kader stehen werden. "Es ist kategorisch nicht ganz auszuschließen, dass es auch mehr sein könnten", meinte Hörtnagl im Hinblick auf mögliche Verletzte.
(apa/red)
Bundesliga-Lizenz17:47
LASK muss absteigenTraditionsverein verliert Bundesligalizenz und muss hinunter in die Regionalliga
Zukunft Austria Wien14:31
Legenden und ZukunftProhaska & Co. über den BAWAG PSK Cup und wie es bei der Austria weitergeht
Platter trifft David Alaba15:21
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"
