Der Mozart der Mausefalle: Fritz Strobl am besten Sprung vom Skifahrer zum Sänger
- Platz drei: "Genie auf die Ski" stürmt die Hitparaden
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Zugegeben, Text und Gesang lassen schmähfreien Connaisseuren klassischer Musik die Haare zu Berge stehen. Ich bin der Mozart der Mausefalle, der Paganini mit der Skischuhschnalle, intoniert der ehemalige Abfahrts-Olympiasieger und Neo-Sänger Fritz Strobl, 34, im Skihütten-Hit Genie auf die Ski. Der Ohrwurm, aktuell Platz drei der heimischen Charts, soll indes niemanden provozieren und besitzt keine intellektuelle Botschaft.
Die Leute wollen einfach a Gaudi haben, und genau das wird damit bedient, erklärt Strobl in NEWS den Erfolg der Single. Kritik an deren Qualität nimmt er gelassen: Sicher meinen manche, dass sich die CDs nur die größten Deppen kaufen. Aber jene, denens gefällt, nehmen den Song mit Humor.
Und in der Tat haben sich bis dato schon 12.000 Käufer scheckig geschmunzelt.
Auf der CD tarnt sich der Künstler als Fritz & the Downhill Gang und hat die ÖSV-Kollegen Klaus Kröll, 26, und Hans Grugger, 25, sowie Rennsport-Pensionist Werner Franz, 34, zur Komplizenschaft angestiftet.
Strobls Darbietung war zunächst bloß Teil eines Spots für ÖSV-Sponsor Iglo.
Sein Beitrag zur TV-Kampagne zeitigte rasch Folgen: Zahlreiche Gefallensbekundungen erreichten die Iglo Austria GmbH.
Am 6. Jänner wurde das Werk innerhalb weniger Stunden aufgenommen. Der dichte Trainingsplan des ÖSV-Kaders machte den Transfer eines mobilen Tonstudios in ein Hotelzimmer auf der Turracher Höhe nötig.
Wie auch immer, ein Gutes hat die Sache jedenfalls, nämlich den Zweck: Der Erlös kommt dem Austria Ski Team Behindertensport zugute.
Strobl aber, schon einmal von der Muse gerammt, kann nicht aufhören. Ich könnte mir vorstellen, nach der aktiven Karriere einmal professionell zu singen, wenn ich einen guten Musiklehrer habe.
Darauf freuen sich Musikkritiker schon heute.
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