Bei Versuch einer Entführung: Extremisten ermorden erneut zwei Journalisten im Irak
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Extremisten haben im Irak erneut zwei Journalisten ermordet. Unbekannte erschossen Muhan al- Dhahir, ein Mitglied der Chefredaktion der unabhängigen Tageszeitung "Al-Mashriq", vor seinem Haus in Bagdad. Laut Journalistengewerkschaft hatten die Täter zuerst versucht, Al-Dhahir zu entführen. Dieser habe sich jedoch zur Wehr gesetzt, woraufhin die Bewaffneten das Feuer eröffnet hätten.
Die Zeitung veröffentlichte den letzten Artikel des Ermordeten, in dem er den laxen Umgang der irakischen Regierung mit Hilfsgeldern thematisiert hatte und die rhetorische Frage stellte: "Ist das die Demokratie, von der wir geträumt haben?"
Erst am Tag zuvor war in Bagdad die Leiche des seit der vergangenen Woche vermissten Journalisten Jamal al-Zubaidi gefunden worden, wie die irakische Nachrichtenagentur Aswat al-Iraq berichtete. Der Journalist hatte für die Zeitung "Al-Safir" gearbeitet.
Al-Maliki kündigt Regierungsumbildung an
Der irakische Ministerpräsident Nuri Al-Maliki will in den nächsten beiden Wochen seine Regierung umbilden und strafrechtlich gegen Politiker vorgehen, die Verbindungen zu Extremisten unterhalten. Das kündigte er in einem Interview der Nachrichtenagentur AP in Bagdad an. Al-Maliki sagte weiter, nach der Kabinettsumbildung werde auch "die ministerielle Struktur" seiner Regierung verändern. Er ging nicht darauf näher ein; möglicherweise will er die Zahl der derzeit 39 Ministerposten verringern.
Al-Maliki kündigte an, er werde alles dafür tun, damit die vorläufig für das kommende Wochenende geplante regionale Sicherheitskonferenz mit den Nachbarstaaten Iran und Syrien sowie den USA und Großbritannien ein Erfolg wird. Iran hat bisher nicht seine Teilnahme offiziell bestätigt. Es wird aber erwartet, dass Teheran einen Repräsentanten entsendet. Für die USA würde die Aufnahme direkter Verhandlungen mit Syrien und dem Iran eine Abkehr von einer jahrelangen Isolationspolitik bedeuten.
(apa/red)
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