Als Rache für angebliche Vergewaltigung: 18 Regierungsmitarbeiter im Irak entführt
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- Bagdad meldet Tod von 80 Al-Kaida-Extremisten
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Eine sunnitische Rebellengruppe hat im Irak 18 Regierungsmitarbeiter und Soldaten verschleppt. Dabei handle es sich um eine Vergeltungsaktion für die angebliche Vergewaltigung einer Sunnitin durch Mitglieder der schiitisch dominierten Polizeikräfte, erklärte die Gruppe. Das Innenministerium meldete unterdessen den Tod von 80 Al-Kaida-Mitgliedern bei Kämpfen nahe Falluja.
Auf der Website der Gruppe "Islamischer Staat Irak", die dem Al- Kaida-Netz zugerechnet wird, wurden Bilder der 18 Männer gezeigt, von denen sieben irakische Uniformen trugen. Alle sollen dem Innenministerium unterstehen.
Ein Ministeriumssprecher erklärte, zehn Polizisten seien am Donnerstag vormittag auf dem Weg nach Khalis rund 80 Kilometer nordöstlich von Bagdad verschleppt worden. Das gemeinsame Einsatzzentrum von Irakern und Amerikanern erklärte, 14 Polizisten würden vermisst.
Die Gruppe "Islamischer Staat Irak" nannte den Namen der nach eigenen Angaben sexuell missbrauchten Frau, der sie als Sunnitin identifizierte. Die Entführer forderten, ihnen alle an der Vergewaltigung beteiligten Männer auszuliefern. Zudem verlangten sie die Freilassung von sunnitischen Gefangenen.
Unter dem Pseudonym Sabrin el Janabi hatte eine Frau Mitglieder der mehrheitlich schiitischen Polizei in Bagdads beschuldigt, sie im Februar vergewaltigt zu haben. Die Irakisch-Islamische Partei, die größte sunnitische Organisation des Landes, erklärte jedoch, die Frau habe einen falschen Namen angegeben. Sie sei tatsächlich Schiitin.
Zu den Kämpfen in Falluja sagte ein General, 80 Al-Kaida-Kämpfer seien getötet, weitere 50 Extremisten seien festgenommen worden. Die US-Streitkräfte meldeten zudem den Tid von acht mutmaßlichen Rebellen bei Gefechten südwestlich von Bagdad.
(apa/red)
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