Millionen-Coup in Paris: Zwei Picasso-Gemälde für 50 Millionen Euro gestohlen!
- Gestohlene Bilder laut Polizei nur "schwer verkäuflich"
- Pariser Amt gegen Kunst-Raubhandel zuversichtlich

·Zwei Picassos für 50 Millionen Euro geklaut!
Diebe stahlen Gemälde von Enkelin des Künstlers
Die beiden in Paris gestohlenen Bilder von Pablo Picasso mit einem Gesamtwert von 50 Millionen Euro sind nach Angaben der Ermittlungsbehörden "nur schwer verkäuflich". Nach Angaben des stellvertretenden Kommandanten des Zentralamtes gegen den Raubhandel von Kunstobjekten OCBC ("Office central de lutte contre le trafic des biens culturels"), Bernard Darties, wurden gleich nach dem Diebstahl Bilder von den Werken in Frankreich und in den Mitgliedsländer von Interpol verteilt.
"Der Kunstmarkt wurde ebenfalls sensibilisiert", betonte Darties und fügte hinzu, dass Kunsthändler und Kunstgalerien gewarnt wurden.
Gemälde von einem solchen Bekanntheitsgrad sind nach den Angaben immer "schwer verkäuflich" und auf dem legalen Markt "absolut unverkäuflich, denn man kauft nicht ein Bild von mehreren Millionen Wert ohne Zertifikat". Auf dem Schwarzmarkt könne sich der Dieb nicht mehr als zehn Prozent des Marktwertes erwarten. Laut Darties könnte der Diebstahl auch von jemandem beauftragt worden sein, allerdings komme es bei Kunstdiebstählen relativ selten vor, dass ein direkter Auftraggeber existiert. "Die Dinge erfolgen stets über Mittelsmänner", betonte der OCBC-Vizedirektor.
Laut Darties handelt es sich bei 80 Prozent der Fälle um "Gelegenheitsdiebe". Es seien Personen, die eine "gute Gelegenheit wahrnehmen". "Sie träumen angesichts der schwindelerregenden Preise, stehlen die Kunstwerke und werden sich danach bewusst, dass sie sie nicht verkaufen können", betonte der Polizist. Daher seien bereits mehrere gestohlene Picasso-Bilder wiedergefunden worden. Es sei bloß zu hoffen, dass die Diebe die Picasso-Bilder nicht zerstören, wenn sie sich bewusst werden, dass niemand sie kaufen will, so Darties.
Bei den gestohlenen Gemälden handelt es sich nach Angaben der Polizei um das mit 60 mal 40 Zentimetern relativ kleine Bild "Maya à la poupée", das Picassos Tochter Maya mit einer Puppe zeigt. Das zweite gestohlene Gemälde ist ein 170 mal 150 Zentimeter großes Porträt der zweiten und letzten Ehefrau des Malers, Jacqueline. Die Bilder wurden in der Nacht zum Dienstag ohne Anzeichen eines Einbruchs aus der Wohnung von Diana Widmaier-Picasso, einer Enkelin des Künstlers, im 7. Pariser Stadtbezirk entwendet. (apa/red)
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