Dienstag, 27. Februar 2007

Mord oder Selbstmord: Rätsel um Todesfall in Österreichs Handelsdelegation in Caracas

  • Außenministerium hat "keinerlei Hinweise" auf Mord

Eine Mitarbeiterin der österreichischen Handelsdelegation in Caracas ist laut venezolanischen Medien erhängt in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Der Täter dürfte versucht haben, einen Selbstmord des 29-jährigen Opfers vorzutäuschen. Im österreichischen Außenministerium war lediglich ein Todesfall bekannt. Auf einen Mord gebe es keine Hinweise, erklärte Außenamts-Sprecherin Harz.

In venezolanischen Medien hieß es jedoch, es sei auch ein offenbar fingierter Abschiedsbrief gefunden worden, in dem die junge Frau Depressionen als Grund für ihren Freitod angibt und sich von ihren Angehörigen verabschiedet. Ein Suizid der Venezolanerin mit deutschen Vorfahren wird von den Behörden mittlerweile aber ausgeschlossen, sie gehen davon aus, dass es sich beim Tod der Frau um einen Mord handelt.

Der Täter wurde laut Medien im persönlichen Umfeld des Opfers vermutet. Die Leiche der Frau war von ihrer Schwägerin entdeckt. Die Tat selbst dürfte sich laut forensischen Untersuchungen bereits am Samstag ereignet haben. (APA)

27.2.2007 21:41