16 Verdächtige in NÖ verhaftet: Polizei zerschlägt mongolische Schlepperbande!
- "Kundschaft" musste bis zu 4.000 Euro hinblättern
- Seit damals mindestens 210 Schleusungen vollführt
Beamte der Grenzpolizeiinspektion Gmünd haben gemeinsam mit dem Landeskriminalamt NÖ und dem Bundeskriminalamt eine mongolische Schlepperorganisation zerschlagen. Nach Angaben der Sicherheitsdirektion sind 23 Verdächtige ausgeforscht worden. 16 befinden sich in Haft. Laut Ermittlungen mussten die aus der Heimat geschleppten Mongolen bis zu 4.000 Euro pro Person bezahlen.
Schleusungswillige Personen waren laut den Erhebungen mittels Zeitungsinseraten oder über das Internet und teilweise "unter Vorspiegelung falscher wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, arbeitsrechtlicher und sozialer Situation in Europa angeworben" worden. Die Routen führten von der Mongolei über Russland, Weißrussland, Polen und Tschechien. Von Österreich ging es zum Teil weiter nach Italien, Spanien, in die Schweiz, nach Frankreich, Deutschland, Belgien oder Schweden.
Visa für die Durchreise verschiedener Länder wurden oft durch Mittelsmänner der Organisation im Wege von Einladungen bzw. Verpflichtungserklärungen entgeltlich erlangt, berichteten die Fahnder weiter. Andere Mittäter waren für den Transport der Gepäckstücke geschleuster Personen zuständig, der oft separat durchgeführt wurde.
Neben bis zu vier Schleppungen pro Woche werden der Bande auch andere Straftaten angelastet. Dazu zählen bandenmäßiger Diebstahl, Hehlerei sowie Ausbeutung und Nötigung von Mittätern und geschleusten Personen.
Die Gruppe dürfte allein seit Mitte November 2006, dem Beginn der Ermittlungen, 210 Schleusungen von Landsleuten durchgeführt haben. Es sei davon auszugehen, dass die Organisation "seit mindestens zwei Jahren" tätig gewesen ist, berichteten die Kriminalisten.
(apa)
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