Drogenring in Oststeiermark ausgehoben: Viele Minderjährige unter den Verdächtigen
- 33 Personen angezeigt: Jüngster ist erst 15 Jahre alt
- 70-jährige Pensionistin "kümmerte" sich um Pflanzen
Die steirische Exekutive hat nach zweijährigen Ermittlungen einen Drogenring in der Oststeiermark ausgehoben: 33 Verdächtige - zum Großteil Minderjährige - wurden wegen Suchtgiftkonsum und -handel von insgesamt rund neun Kilogramm Drogen aller Art angezeigt. Auch eine 70-jährige Pensionistin ist in die Straftaten involviert, hieß es seitens der Sicherheitsdirektion Steiermark: Sie soll sich um Hanfpflanzen "gekümmert" haben.
Im Jahr 2004 wurden die Ermittlungen aufgenommen, es gab vorerst Anzeigen gegen zehn Verdächtige in den Bezirken Weiz, Hartberg sowie in Graz. Am Ende der Erhebungen waren es dann 33 Verdächtige, die sich alle "beim Fortgehen" kennen gelernt und offenbar mit einer reichen Drogenpalette zu tun hatten: Kokain, Heroin, Ecstasy, LSD, Speed, Cannabis und so genannte "Zauberpilze".
Die größtenteils Jugendlichen haben die Drogen teilweise selbst konsumiert bzw. weitergegeben oder verkauft. Der Schwarzmarktwert der insgesamt etwa neun Kilogramm verschiedener Suchtgifte betrage etwa 200.000 Euro, so die Exekutive.
Pensionistin "kümmerte" sich um Pflanzen
Die Ermittlungen reichen auch in die Bundesländer Burgenland, Wien und Niederösterreich, wo die Verdächtigen die Drogen gekauft haben sollen. Zwei Hanfplantagen mit rund 30 reifen Cannabis-Pflanzen in Weiz und Hartberg wurden ebenfalls entdeckt. Hinweise aus der Bevölkerung hätten die Polizei auf die Spur der Verdächtigen gebracht. Zehn der angezeigten mutmaßlichen Täter seien auch schon einschlägig vorbestraft, hieß es seitens der Exekutive.
Eine 70-jährige Pensionistin soll von den Drogen ebenfalls gewusst haben: Sie habe zwei Jugendlichen erlaubt, bei sich zwölf Hanfstauden anzubauen, um welche sich die alte Frau auch gekümmert haben soll, obwohl sie wusste, dass die Pflanzen für den Drogenkonsum gedacht waren.
(apa/red)
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