Freitag, 2. März 2007

Unter Schneemassen verschüttet: Ein Toter und mehrere Verletzte bei Lawinen in Tirol

  • Identität der Opfer bisher noch nicht geklärt

Gleich mehrere Lawinen-Abgänge haben sich in Tirol ereignet. Ein Toter und zwei Leichtverletzte wurden aus einer Lawine im Gemeindegebiet von Sölden (Bezirk Imst) geborgen. Bei einem Lawinenabgang im Pitztaler St. Leonhard im gleichen Bezirk wurden acht deutsche Tourengeher verschüttet. Sie konnten alle lebend geborgen werden, vier von ihnen wurden verletzt.

Von der für eine Person tödlichen Lawine in Sölden waren Variantenfahrer betroffen, die in einer fünfköpfigen Gruppe im freien Skiraum unterwegs gewesen waren. Laut Auskunft der Polizei wurden drei der fünf Personen verschüttet. Zunächst war man nur von einem Betroffenen ausgegangen.

Die Identität der Verletzten bzw. des Verstorbenen war vorerst nicht bekannt. Am Sucheinsatz beteiligt waren laut der Leitstelle Tirol zwei Notarzthubschrauber, Lawinenhunde und die Bergrettung Sölden.

Bein den acht geretteten Deutschen handelte es sich laut den Pitztaler Gletscherbahnen um Mitglieder der Sektion München des Deutschen Alpenvereins. Die Gruppe sei von einem deutschen Bergführer geleitet worden. Vier der Tourengeher hätten sich selbst aus den Schneemassen befreien können, die anderen wurden von den Einsatzkräften geborgen, sagte die Polizei. Eine Person verletzte sich schwer.

Zuvor hatte es im Pitztaler Skigebiet Rifflsee einen Lawinen-Abgang gegeben. Ein 35-jähriger Franzose trat im Bereich der Grubenkopfabfahrt auf etwa 2.500 Metern Seehöhe - abseits des Skiraums - ein Schneebrett los. Er wurde selbst nicht von den Schneemassen verschüttet. Ausläufer der von ihm abgetretenen Lawine rutschten bis auf eine offizielle Piste des Skigebiets. Die eingeleitete große Suchaktion konnte abgebrochen werden, niemand wurde verschüttet.

(apa)

2.3.2007 18:18