Donnerstag, 8. Februar 2007

Note "Nicht Genügend" für Alkohol-Selbst-testgeräte: Bei ÖAMTC alle durchgefallen

  • Abweichung vom tatsächlichen Promille-Wert enorm
  • Selbsttestgeräte sind nicht mehr als ein Partygag

Sie sind klein, handlich und kosten zwischen zwei und 50 Euro - allerdings taugen die Alkohol-Selbsttestgeräte nicht wirklich viel, wie ein vom ÖAMTC durchgeführter Vergleichstest zeigte. "Das Ergebnis ist im wahrsten Sinne des Wortes ernüchternd. Die Promillewerte weichen teilweise enorm vom tatsächlichen mit dem Alkomaten gemessen Wert ab", so Verkehrspsychologin Dora Donosa.

Zwei weibliche und zwei männlichen Probanden traten mit sechs Alkohol-Selbsttestgeräten gegen ein Vortestgerät und einen geeichten Alkomaten der Wiener Verkehrspolizei an. Gewaltige Unterschiede zeigt hierbei die Promillehöhe: Bei einer Testkandidatin lag die Abweichung zwischen Selbsttestgerät (0,5 Promille) und dem polizeilichen Alkomaten (1,28 Promille) sogar bei 0,78 Promille.

Mahnung der Polizei
Oberst Karl Wammerl, Abteilungsleiter der Landesverkehrsabteilung Wien, der die Messung mit beaufsichtigte, appelliert an Autofahrer, sich keinesfalls auf Selbsttestgeräte zu verlassen: "Alkohol und Autofahren verträgt sich nicht. Selbsttester zeigen nur einen Wert, der nichts über das eigentliche Fahrkönnen aussagt."

Partygag
Die ÖAMTC-Verkehrspsychologin in einem Resümee: "Die Geräte sind nicht mehr als ein Partygag. Sie geben lediglich darüber Auskunft, dass Alkohol getrunken wurde, über den tatsächlichen Promillewert lassen sich keine verlässlichen Aussagen treffen." Ein Herantrinken an Promillegrenzen sei generell unmöglich. (apa/red)

8.2.2007 09:12