Dienstag, 6. Februar 2007

Der milde Winter wiegt uns in Sicherheit:
6 % weniger Winterreifen als im Jänner '06

  • Wintereinbruch könnte viele Autofahrer überraschen
  • Burgenländer umsichtig, andere immerhin einsichtig

Laut der neuesten ARBÖ Stichprobe lassen immer weniger Österreicher ihre Winterreifen umstecken, um für einen plötzlichen Wintereinbruch gewappnet zu sein. Lediglich Autofahrer aus Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark ließen sich eines besseren belehren - vermutlich auf Grund des massiven Wintereinbruchs im Jänner.

Der ungewöhnlich milde Winter schlägt sich auch in der Winterreifen-Moral nieder, so der ARBÖ: Waren im Jänner 2006 92 % der Autofahrer mit Winterreifen unterwegs, sind es im Jänner 2007 lediglich 86,4 %.

Autofahrer sind lernfähig
Vergleicht man jedoch die Werte mit den Zahlen der letzten ARBÖ-Stichprobe im November 2006, wollten offensichtlich doch etliche Autofahrer auf "Nummer sicher gehen" und haben die Sommer- gegen die Winterreifen getauscht (von 71 % auf 86,4 %).

Salzburger sind Vorbilder
In der Hitliste der Winterreifen-Umstecker führt Salzburg vor Tirol und Burgenland. Salzburg und Tirol wohl auch aus dem Grund, dass in Deutschland Strafen drohen, wenn das Fahrzeug wegen falscher Bereifung liegen bleibt und zum Verkehrshindernis wird (20 Euro bzw. 40 Euro inkl. einen Punkt in Flensburg, wenn dadurch einen Stau verursacht wird), so der ARBÖ. Die Burgenländer waren schon immer "Winterreifen-Fans", vor allem um sich rechtzeitig gegen die oft wechselhafte Wetterlage in ihrem Bundesland zu wappnen.

Wintereinbruch erhöht die Moral
Auch in der Steiermark, Kärnten (hier vor allem aufgrund des massiven Wintereinbruchs im Jänner) und Oberösterreich haben sich seit November viele Autofahrer entschieden, doch die Winterpneus "anzuschnallen". Nahezu unverändert blieb die "Winterreifenquote" in Vorarlberg, Wien und Niederösterreich - hier wohl begründet durch milde Wetterlage. (red)

6.2.2007 14:13