Digitales Fernsehen bereitet ORF Probleme:
Sendepause für digitale Satellitenanlagen
- Laut ORF Skymaster-Receiver an Gebrechen schuld
- Hersteller verwundert: "ORF kennt Software ja nicht"

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Für viele Österreicher endete am Montag der Versuch, das ORF-Programm zu sehen, mit einer Enttäuschung. Bei zahlreichen digitalen Satellitenanlagen war statt der aktuellen Sendungen die Meldung "You are not authorized to watch this program" zu sehen. Der Grund laut ORF: Die Sat-Receiver hätten den vorgenommenen Code-Wechsel nicht geschafft. Schuld sei, dass bei den Geräten eines Herstellers die Software nicht korrekt implementiert sei.
Der Wechsel der elektronischen Schlüssel erfolge alle zwei Monate, hieß es bei der ORF-Sendetechniktochter ORS. Ein derartiger Wechsel sei ein normaler Vorgang für Verschlüsselungssysteme und sollte bei den Endgeräten keine Probleme verursachen. "Leider ist den Geräten von Skymaster die Software nicht korrekt implementiert, so dass es zu dieser Schwierigkeit kommt", so Norbert Grill von der ORS. Der neue elektronische Schlüssel könne durch die Box nicht auf die Karte geschrieben werden.
Dementi beim Geräte-Hersteller
Beim Hersteller dieser Geräte, der SM Electronic GmbH in Stapelfeld bei Hamburg, zeigte man sich verwundert über diese Aussage. "Der ORF kennt unsere Software ja gar nicht, und kann solche Aussagen nicht treffen", sagte ein SM-Sprecher. Nachdem bei der Mehrzahl der Skymaster-Anlagen der Codewechsel klaglos funktioniert habe, "kann unsere Software nicht so schlecht sein". Man wisse derzeit nicht, was die Ursache für das Problem sei. "Möglicherweise liegt es auch an den Karten." Es müsse übrigens nicht unbedingt "Skymaster" auf dem Gerät stehen, es gebe baugleiche Geräte, die unter anderen Namen vertrieben würden.
Kochender Rat auf Draht
Bei der Digital-Hotline des ORF, die in den vergangenen Tagen hoffnungslos überlastet war, wie die Hotline selbst zugeben musste. Wartezeiten von bis zu 30 Minuten waren eher die Regel als die Ausnahme - wurde den Kunden erklärt, der Hersteller werde binnen weniger Tage eine neue Software anbieten, die man herunterladen könne, dann werde alles wieder funktionieren. Bei SM wiederum weiß man davon vorerst nichts. Erst müsse geklärt werden, ob es an der Software liege oder doch an den Crypto Cards, hieß es.
Der Kunde schaut durch die Finger
Für die Betroffenen heißt es also: Warten. Eine Möglichkeit wird allerdings sowohl von der ORS als auch von SM Electronic empfohlen: Man könne seine Verschlüsselungskarte in einen anderen Sat-Receiver stecken, nach wenigen Minuten sollte der neue Code auf die Karte geschrieben sein, die dann auch im eigenen Receiver funktionieren müsste. Allerdings nur bis zum nächsten Code-Wechsel in zwei Monaten. (apa/red)
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