Mittwoch, 7. Februar 2007

Startzeugnis : ÖVP voran. 46 Prozent bewerten Kanzler Alfred Gusenbauer negativ

  • ÖVP-Regierungsteam profitiert von Routine. Josef Pröll mit 64 Prozent ‚Klassenbester‘.

Die Kanzlerpartei kann sich nur damit trösten: Es kann fast nur noch besser werden. Denn die aktuelle Bewertung des Regierungsstarts, vom Meinungsforschungsinstitut market für NEWS erhoben, stellt dem jungen SPÖ-Team ein äußerst schwaches Zeugnis aus: Der Bundeskanzler wird mehrheitlich negativ bewertet, die schwarzen Ministerinnen und Minister besser als die roten. Die Führungsrolle in der Bundesregierung wird klar der ÖVP zugeordnet.

Gusenbauer Klassenletzter. Die schlechteste Note erhält ausgerechnet der Kanzler selbst: Alfred Gusenbauer ist mit 46 Prozent fast jedem Zweiten „eher negativ“ aufgefallen. Das dürfte Minusrekord für einen neu angetretenen Kanzler sein. Auch jeder vierte SPÖ-Sympathisant ist mit seiner Arbeit unzufrieden. Nur 35 Prozent aller 500 Befragten bewerten Gusenbauers bisherige Performance positiv: Gusenbauer, der als Überraschungs-wahlsieger wochenlang im Umfragehoch lag, kämpft immer noch gegen die Enttäuschung über das Ergebnis der mühsamen Koalitionsverhandlungen an.

Josef Pröll ist ÖVP-Spitzenmann. Die Erwartungen an seinen Koalitionspartner, Vizekanzler Wilhelm Molterer, waren dagegen von Anfang an geringer. Der langjährige Zweite in der ÖVP kann nun mit überraschend hohen 55 Prozent Positiv-Nennungen punkten.
Jedoch: In der ÖVP-Riege reicht das nicht für den Spitzenplatz. Den hält mit 64 Prozent pikanterweise Umweltminister Josef Pröll, den viele in der ÖVP für die „Zukunftshoffnung“ halten und der die „Perspektivengruppe“ leitet.

Knapp hinter ihm liegt Außenministerin Ursula Plassnik, die traditionell gut bewertet wird: 61 Prozent finden ihre bisherige Arbeit positiv.

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7.2.2007 17:41