Mittwoch, 7. Februar 2007

Rekorderlöse bei Auktionen: Rund 136 Mio. Euro an einem Abend bei Christie's erlöst

  • Schiele-Bild wechselte für 6,8 Mio. Euro den Besitzer
  • Internationaler Kunstmarkt befindet sich in Boom

Bei den Kunstversteigerungen in London geht die Rekordjagd weiter. Im Auktionshaus Christie's wechselten Kunstwerke für rund 136 Mio. Euro die Besitzer. Teuerstes Bild war das Gemälde "Les Maisons dans les Arbres" (Die Häuser in den Bäumen) des französischen Malers Fernand Léger mit 9,3 Mio. Euro. Ein Selbstbildnis von Egon Schiele wurde für mehr als 6,8 Mio. Euro versteigert.

Mehr Geld wurde bei Christie's in London bei einer Auktion an einem einzigen Abend noch nie für Kunst ausgegeben. Mit Einnahmen von insgesamt rund 144 Millionen Euro hatte die Konkurrenz von Sotheby's bereits am Abend zuvor einen "Europarekord" aufgestellt. Die Versteigerungen dauern noch bis Donnerstag. Insgesamt werden Erlöse von mehr als einer halben Milliarde Euro erwartet.

Sammler & Spekulanten sorgen für Boom
Der internationale Kunstmarkt befindet sich derzeit in einem Boom wie seit Ende der 80er Jahre nicht mehr. Grund dafür ist eine neue Generation von reichen Sammlern und Spekulanten, von denen viele aus Staaten wie Russland oder China stammen. Zu den teuersten Gemälden am Dienstagabend gehörte auch ein Bild von Amedeo Modigliani ("La Fillette au Béret") für 6,1 Millionen Pfund sowie von René Magritte ("Le Prêtre Marié") für 5,3 Millionen Pfund.

6,83 Mio. Euro für Schiele
Für Schieles "Selbstbildnis mit gespreizten Fingern" aus dem Jahr 1909 wurden insgesamt 4,5 Millionen Pfund (rund 6,83 Millionen Euro) bezahlt. Auch hier wurde der Schätzpreis deutlich übertroffen. Dagegen fand ein anderes Schiele-Gemälde aus dem Jahr 1911 ("Prozession"), für das mindestens fünf Millionen Pfund erwartet worden waren, keinen Käufer.

Auktionshäuser verdienen auszeichnet
Neben den bisherigen Besitzern verdienen auch die Auktionshäuser mit den Gemälden ebenfalls ausgezeichnet. Bis zum Verkaufspreis von 250.000 Pfund werden 20 Prozent an Gebühren fällig, darüber dann zwölf Prozent. (apa/red)

7.2.2007 11:04