Montag, 5. Februar 2007

Arbeitnehmer verschenken ihr Geld: Fiskus freut sich über 200 Mio. Euro zusätzlich!

  • Österreicher scheuen Arbeitnehmerveranlagung
  • Die besten Tipps: So holen Sie sich Ihr Geld zurück!

Über 200 Mio. Euro lassen Österreichs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jedes Jahr beim Fiskus, weil sie die Arbeitnehmerveranlagung nicht machen. Die AK rät daher, sich über die Arbeitnehmerveranlagung eventuell zuviel bezahlte Lohnsteuer zurückzuholen, denn diese bringe im Schnitt 220 Euro, manchmal sogar bis zu 1.000 Euro und mehr.

Auch "Nachzügler" haben noch eine Chance: Man kann die Arbeitnehmerveranlagung nämlich nicht nur für ein Jahr machen, sondern für die letzten fünf Jahre.

Tipps zum Rückholen der zu viel bezahlten Lohnsteuer
Tipps zu Pauschalen, Absetzbeträgen, Werbungskosten oder Sonderausgaben gibt die AK im Internet unter http://wien.arbeiterkammer.at. Erstmals wird heuer auch eine Videoausfüllhilfe angeboten. Durchzuführen ist die Arbeitnehmerveranlagung beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt, das Formular L1 gibt es am Finanzamt oder auf der AK-Internetseite. Die Veranlagung ist auch über FinanzOnline im Internet möglich.

Für wen zahlt sich die Arbeitnehmerveranlagung aus?
Wer während des Jahres zu Arbeiten begonnen hat (z.B. nach der Schule, Karenz oder Arbeitslosigkeit), Lehrlinge, wer während des Jahres unterschiedlich viel verdient hat, aber auch Alleinverdiener oder Alleinerzieher. Außerdem für Personen, die berufliche Ausgaben, hohe Arztkosten oder Sonderausgaben hatten. Wer so wenig verdient hat, dass er gar keine Steuern zahlen muss, für den gibt es die so genannte Negativsteuer. (apa/red)

5.2.2007 16:38