SILBER FÜR BENNI RAICH: "Blitz aus Pitz" fährt in Kombi nur um 8/100 an Gold vorbei!
- Sensation: Schweizer Albrecht holt Gold. 3. Berthod
- Romed Baumann bei WM-Premiere guter Siebenter
·BILDER: Raich fährt knapp an Gold vorbei
Viele Ausfälle im Slalom, Miller gewann die Abfahrt
·Albrecht: "Ich bin noch etwas ungläubig"
ALLE REAKTIONEN zur Super-Kombi der Herren
·Gratulieren Sie Benni Raich zur Silbernen!
PLUS: Den anderen ÖSV- Stars Glück wünschen!
·Die Gewinner beim
Networld Medaillentipp
Ski-WM-Tipps: Sind Sie ganz vorne mit dabei?
·Alle Termine: Das
WM-Programm in Aare
Rennen und Trainings:
Die wichtigsten Ereignisse
·WM-Millionen-Quiz: Sind Sie Ski-Experte?
GLEICH MITMACHEN und Ihr Ski-Wissen abfragen
·WM-Diskussion: Ihre
Meinung ist gefragt!
Ski-Weltmeisterschaft in Aare: Diskutieren Sie mit!

Das war haarscharf! Das Schweizer Skiteam hält nach drei Bewerben bei den Weltmeisterschaften in Aare bereits bei drei Medaillen. Nach Super-G-Bronze durch Bruno Kernen holte der 23-jährige Daniel Albrecht die Goldmedaille bei der WM-Premiere der Super-Kombination, Österreichs Superstar Benjamin Raich verpasste den Titel nur um nur 0,08 Sekunden. Bronze ging in Marc Berthod ebenfalls an einen Schweizer (0,24).
Es war das erste WM-Gold für die Schweiz seit Michael von Grünigen 2001 im Riesentorlauf von St. Anton sowie das erste in der Kombination seit Pirmin Zurbriggen 1985 in Bormio. Im Aare-Medaillenspiegel führt das "Swiss-Team" mit einmal Gold und zwei Bronzemedaillen vor Italien, Schweden und Österreich.
Für die Schweizer war es nach schwieriger jüngerer Vergangenheit fast schon ein Feiertag, denn vor zwei Jahren in Bormio und Santa Caterina waren sie leer ausgegangen. "Noch bin ich ein bisschen ungläubig, ich habe mir gedacht, wenn ich mit Bestzeit runterkomme, dann kann es für eine Medaille reichen. Dass ich noch den Svindal schlagen konnte, hat mich sehr überrascht", sagte Albrecht, der es im Weltcup noch nie auf das Podest geschafft hat, aber 2006 in Turin bereits Olympiavierter in der Kombi war. Sein Talent bewies er bereits 2003 bei den Juniorenweltmeisterschaften in Brianconnais, als er Gold in Kombination, Abfahrt und Riesentorlauf sowie Silber im Slalom holte.
Er habe sich schon vom Vortag gedacht, wenn er in der Abfahrt nur eineinhalb Sekunden verliere, dann sei er sehr gut im Rennen. "Dann war ich nur eine Sekunde hinten, das war sehr wichtig. Ich habe mich sehr wohl gefühlt in der Abfahrt. Den Raich habe ich nicht mitbekommen, das ist besser so, das hätte mich sicher rausgebracht." Der 23-jährige Berthod, in den Weltcup-Super-Kombinationen von Beaver Creek und Wengen jeweils Zweiter, war "überglücklich. Jetzt habe ich es geschafft. Das war ein großes Zittern im Ziel."
Medaillenhamster: Silber ist Raichs elftes Edelmetall
Der Pitztaler Raich, für den es die elfte Medaille seiner Karriere war, hat mögliches Gold in der Abfahrt verspielt. "Im Slalom habe ich eine tolle Vorstellung gezeigt. Auch mit der Abfahrt war ich nicht unzufrieden. Es ist sehr knapp hergegangen. Aber ich habe eine Medaille, das ist einmal ein guter Auftakt." Er würde natürlich die fehlenden acht Hundertstel in der Abfahrt finden, wenn er zu suchen anfangen würde, aber: "Insgesamt war es eine gute Leistung, und so gesehen, habe ich Silber gewonnen." Raich will also keinesfalls von verlorenem Gold reden. Herren-Cheftrainer Toni Giger meinte über die Slalomleistung seines Paradeschützlings: "Der Benni ist einer der Größten überhaupt." Und Alpinchef Hans Pum war ebenfalls begeistert: "Er hat sein ganzes Können gezeigt."
Miller: "Ich konnte mich nicht richtig motivieren"
Der nach der Abfahrt führende US-Amerikaner Bode Miller fiel auf den sechsten Gesamtrang zurück ("Ich habe kein Gefühl gehabt, ich konnte mich nicht richtig motivieren"), der Halbzeitzweite Norweger Aksel Lund Svindal wurde Fünfter. Michael Walchhofer, der Dritte der Abfahrt, schied aus. "Ich bin auf die Hüfte geflogen, es sollte aber für Samstag kein Problem sein." Zweitbester Österreicher war Romed Baumann als Siebenter (0,99). "Ich bin absolut zufrieden mit meinem WM-Debüt, ich wollte in die Top Ten kommen, das ist sich locker ausgegangen."
Mario Matt zeigte eine glänzende Slalomleistung, klassierte sich noch als Elfter (+1,35) und meinte: "Die Abstimmung für den Slalom passt super. Das war wichtig, dass ich das gesehen habe." Über Rang 16 nicht hinaus kam Rainer Schönfelder (+1,61). "Das war eine bescheidene Slalomleistung. Die Kurssetzung war für mich sehr, sehr schwierig. Ich habe heuer schon sehr viele Niederlagen gehabt, da ist das hier keine. Aber ich bin im Ziel, dass ist ja auch ein Ergebnis."
| Endklassement nach Abfahrt und Slalom: | ||||||
| 1. | Daniel Albrecht | SUI | 2:28,99 Min. | 1:37,66 | 51,33 | |
| 2. | Benjamin Raich | AUT | 2:29,07 | +0,08 | 1:38,24 | 50,83 |
| 3. | Marc Berthod | SUI | 2:29,23 | +0,24 | 1:37,94 | 51,29 |
| 4. | Didier Defago | SUI | 2:29,50 | +0,51 | 1:37,64 | 51,86 |
| 5. | Aksel Lund Svindal | NOR | 2:29,59 | +0,60 | 1:36,84 | 52,75 |
| 6. | Bode Miller | USA | 2:29,97 | +0,98 | 1:36,64 | 53,33 |
| 7. | Romed Baumann | AUT | 2:29,98 | +0,99 | 1:38,21 | 51,77 |
| 8. | Silvan Zurbriggen | SUI | 2:30,01 | +1,02 | 1:38,27 | 51,74 |
| 9. | Steven Nyman | USA | 2:30,18 | +1,19 | 1:37,23 | 52,95 |
| 10. | Ondrej Bank | CZE | 2:30,21 | +1,22 | 1:38,41 | 51,80 |
| 11. | Mario Matt | AUT | 2:30,34 | +1,35 | 1:39,26 | 51,08 |
| 12. | Ivica Kostelic | CRO | 2:30,39 | +1,40 | 1:38,62 | 51,77 |
| 13. | Peter Fill | ITA | 2:30,40 | +1,41 | 1:37,71 | 52,69 |
| 14. | Jean-Baptiste Grange | FRA | 2:30,58 | +1,59 | 1:39,53 | 51,05 |
| 15. | Lars Myhre | NOR | 2:30,59 | +1,60 | 1:38,64 | 51,95 |
| 16. | Rainer Schönfelder | AUT | 2:30,60 | +1,61 | 1:38,31 | 52,29 |
| 17. | Pierre Paquin | FRA | 2:31,35 | +2,36 | 1:38,30 | 53,05 |
| 18. | Francois Bourque | CAN | 2:31,43 | +2,44 | 1:37,38 | 54,05 |
| 19. | Patrick Staudacher | ITA | 2:31,54 | +2,55 | 1:37,70 | 53,84 |
| 20. | Ryan Semple | CAN | 2:32,17 | +3,18 | 1:39,51 | 52,66 |
| 21. | Thomas Lanning | USA | 2:32,47 | +3,48 | 1:40,15 | 52,32 |
| 22. | Andrej Jerman | SLO | 2:32,53 | +3,54 | 1:37,95 | 54,58 |
| 23. | Michael Janyk | CAN | 2:32,69 | +3,70 | 1:40,69 | 52,00 |
| 24. | Adrien Theaux | FRA | 2:33,44 | +4,45 | 1:38,39 | 55,05 |
| 25. | Filip Trejbal | CZE | 2:33,64 | +4,65 | 1:41,30 | 52,34 |
| 26. | Noel Baxter | GBR | 2:33,81 | +4,82 | 1:40,44 | 53,37 |
| 27. | Natko Zrncic-Dim | CRO | 2:34,02 | +5,03 | 1:40,10 | 53,92 |
| 28. | Petr Zahrobsky | CZE | 2:35,44 | +6,45 | 1:39,55 | 55,89 |
| 29. | Ivan Heimschild | SVK | 2:35,75 | +6,76 | 1:40,87 | 54,88 |
| 30. | Roger Vidosa | AND | 2:36,47 | +7,48 | 1:41,92 | 54,55 |
Ausgeschieden u.a.: Markus Larsson (SWE), Michael Walchhofer (AUT), Ales Gorza (SLO), Andrej Sporn (SLO), Jens Byggmark (SWE), Pierrick Bourgeat (FRA), Rok Perko (SLO)
Nicht zum Slalom angetreten u.a.: Marco Büchel (LIE), Stephan Keppler (GER), Finlay Mickel (GBR)
(apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
