Mittwoch, 7. Februar 2007

Üben für den Daviscup: Österreich schlägt sich auf argentinische Rechtshänder ein

  • Acasuso und Canas spielen bei Gauchos im Einzel
  • PLUS: Fischer schnuppert erstmals ins ÖTV-Team

Argentiniens Daviscup-Kapitän Alberto Mancini setzt im Weltgruppen-Erstrunden-Duell mit Österreich im Einzel auf Jose Acasuso und Guillermo Canas. Dies gab der Coach der Südamerikaner, die nach den Absagen von David Nalbandian, Agustin Calleri und Juan Ignacio Chela stark ersatzgeschwächt nach Oberösterreich gekommen waren, schon bekannt. Währenddessen hielt ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller weiter dicht.

Seine Schützlinge ließ er in drei Zweier-Einheiten auf den Court, wobei der wohl fix spielende Linkshänder Jürgen Melzer mit Rechtshänder Alexander Peya übte. Sicher nicht ohne Hintergedanken, denn bei den Argentiniern stehen ausschließlich Rechtshänder im Kader. Da ist es Melzer dann aber gleichgültig, gegen wen er spielt: "Ich rechne aber eher mit Canas", sagte der 25-Jährige. Es wäre sein erstes Duell mit dem 29-Jährigen.

In der Vorbereitung hinterließ Melzer einen sehr starken Eindruck, er strahlt daher auch viel Zuversicht aus. "Ich habe in den vergangenen Wochen super trainiert und gehe optimal vorbereitet in diesen Daviscup. Nach der intensiven Trainingsphase freue ich mich jetzt schon auf die Matches." Gut aufgenommen im Team wurde Trainingspartner Martin Fischer, der Youngster schnuppert erstmals Daviscup-Luft.

Lernen kann er u.a. von Stefan Koubek, der Kärntner baut auf die Erfahrung von schon 30 Daviscup-Einzeleinsätzen. Der 30-Jährige ist wohl eher als zweiter österreichischer Einzelspieler zu erwarten, auch wenn Alexander Peya mit der Empfehlung des Zagreb-Halbfinales zum Team gestoßen ist. Doch Koubek scheiterte in der kroatischen Hauptstadt im Achtelfinale gegen den topgesetzten Ivan Ljubicic (CRO) nur knapp im dritten Satz.

Außerdem spricht für Koubek, dass er das bisher einzige Duell mit Acasuso in Wimbledon 2004 in vier Sätzen gewonnen hat. Koubek: "Wenn ich mich richtig erinnere, war das eine recht klare Sache für mich. Aber die Partie ist schon einige Zeit her." Sollten Acasuso und Koubek nominiert werden, würde diese Partie bereits am Freitag auf dem Programm stehen. Der Villacher hat mit 16 Siegen bei 14 Niederlagen eine positive Daviscup-Bilanz.

Um das heimische Daviscup-Team in der Intersport Arena bestmöglich zu unterstützen, haben die Organisatoren übrigens für das Doppel am Samstag die Kartenpreise für Jugendliche bis 16 Jahre auf zehn Euro gesenkt.

(apa/red)

7.2.2007 16:50