Sarkozy schlägt Gründung von "Mittelmeer-
Union" vor: Türkei soll 'wichtige Stütze' sein
- Keine Äußerungen über gewünschte Mitgliedsländer
- Gemeinsame Umwelt- und Entwicklungspolitik
Der französische Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy will sich im Fall seines Wahlsiegs für die Gründung einer Union der Mittelmeer-Anrainerstaaten stark machen. Frankreich müsse gemeinsam mit Portugal, Spanien, Italien, Griechenland und Zypern die Initiative zur Gründung einer "Mittelmeer-Union" ergreifen, so wie es einst beim Aufbau der Europäischen Union mitgewirkt habe, sagte Sarkozy bei einer Rede vor rund 10.000 Menschen in Toulon.
Die Türkei als "große Mittelmeer-Nation" müsse eine wichtige "Stütze" einer solchen Union werden, betonte der konservative Politiker. Sarkozy äußerte sich nicht dazu, welche Länder der Union angehören sollten.
Eine gemeinsame Umwelt- und Entwicklungspolitik und ein gemeinsames Vorgehen im Kampf gegen Korruption und Terrorismus sollen nach den Vorstellungen Sarkozys zentrale Säulen der "Mittelmeer-Union" bilden. Frankreich müsse im Rahmen der Union seine Politik im arabischen Raum überdenken und gemeinsam mit den anderen Mitgliedstaaten für einen Frieden im Nahen Osten arbeiten. Einen Beitritt der Türkei zur EU lehnte Sarkozy erneut ab. Europa könne sich nicht immer weiter vergrößern, wenn es seine Identität bewahren wolle, betonte der Präsidentschaftskandidat der UMP.
(apa/red)
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