Kosovo-Gespräche mit EU ohne Durchbruch:
Serbien will Abspaltung nicht zustimmen!
- Tadic kündigt Bereitschaft zu neuen Verhandlungen an
Der EU-Troika um den deutschen Außenminister Steinmeier ist es nicht gelungen, die starre Haltung der serbischen Führung in der Kosovo-Frage zu lockern. Ministerpräsident Kostunica und Präsident Tadic bekräftigen ihre kategorische Ablehnung der UNO-Vorschläge, die eine Abtrennung des Kosovo von Serbien vorsehen. Tadic kündigte aber die Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen an.
Serbien werde einem aus seiner Sicht völkerrechtswidrigen Plan niemals zustimmen, sagte Kostunica in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der EU-Troika in Belgrad. Auch Tadic nannte die Vorschläge inakzeptabel.
Steinmeier rief Serbien auf, konstruktiv in die Gespräche mit UNO- Unterhändler Ahtisaari zu gehen. Im Gegenzug stellte er eine engere Zusammenarbeit der EU in Aussicht und bekräftigte die europäische Perspektive Serbiens. "Serbien gehört nach Europa. Wir wollen, dass Serbien seinen Platz einnimmt, der ihm zusteht." Der EU- Außenbeauftragte Solana sagte nach den Beratungen, Belgrad müsse "so schnell wie möglich" eine neue Regierung bilden.
Kostunica kritisierte, Ahtisaari habe in seinen Plänen für die derzeit von der UNO-verwalteten Provinz keinen einzigen der serbischen Vorschläge aufgenommen. Der Plan der Vereinten Nationen setze einseitig auf die Ablösung der Provinz von Serbien und verstoße klar gegen internationales Recht und die Charta der Vereinten Nationen, die die territoriale Integrität der Staaten schütze. Zudem schaffe das Vorhaben ein gefährliches Beispiel, das auch in anderen Regionen der Welt Instabilität fördere. (apa)
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