Nach massiver Kritik: USA prüfen Aufnahme
von mehr Flüchtlingen aus dem Irak
- Seit Invasion 2003 nur 466 Iraker aufgenommen
- 3,7 Millionen Menschen in Krisenregion auf Flucht
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Nach massiver Kritik aus dem Kongress erwägt die US-Regierung die Aufnahme von mehr Flüchtlingen aus dem Irak. Dazu sei eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, teilte das Außenministerium in Washington mit. Im Mittelpunkt stehe die Frage, wie die USA ihrer Verantwortung besser gerecht werden könnten. Die Gruppe werde zudem ab sofort mit dem UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) zusammenarbeiten, um auch jene Iraker zu unterstützen, die in den Nachbarländern des Golfstaates Zuflucht gesucht hätten, sagte Ministeriumssprecher Sean McCormack.
Von den 24 Millionen Einwohnern des Irak haben nach UNO-Angaben in den vergangen Jahren 3,7 Millionen ihr Land verlassen oder aber innerhalb des Landes den Wohnort gewechselt. Die USA nahmen seit Beginn des von ihnen angeführten Einmarsches in den Irak im Jahr 2003 bisher insgesamt 466 irakische Flüchtlinge auf. Nach Einschätzung etlicher Kongressabgeordneter ist das viel zu wenig. Bei einer Anhörung im vergangenen Monat hatten sie eine stärkere Initiative der Regierung gefordert.
Im Irak herrschen auch Jahre nach dem Sturz Saddam Husseins bürgerkriegsartige Zustände: Beinahe täglich kommt es dort zu schweren Anschlägen auf Soldaten und Zivilisten. Allein in den vergangenen zehn Tagen starben bei Attentaten und Gefechten mehr als tausend Menschen.
(apa/red)
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